Lesermeinung

Zur Marienburg Niederalfingen:

  • Weitere
    schließen

Ich bin ehrenamtlicher Vorsitzender des Vereins "Burgfreunde Marienburg Niederalfingen" mit Sitz in Ellwangen. Zunächst ist zu sagen, dass die Burg, bedingt durch die Corona- Pandemie, wirtschaftlich leider in eine existenzbedrohliche Schieflage geraten ist.

Ich bin ehrenamtlicher Vorsitzender des Vereins "Burgfreunde Marienburg Niederalfingen" mit Sitz in Ellwangen.

Zunächst ist zu sagen, dass die Burg, bedingt durch die Corona- Pandemie, wirtschaftlich leider in eine existenzbedrohliche Schieflage geraten ist. Weil die Belegungen völlig weggefallen sind, ist dieser Zustand meines Erachtens nur durch einen finanziellen Ausgleich durch die öffentliche Hand zu beheben.

Dass aber der Diözese Rottenburg Stuttgart die Hauptschuld für die Vertragskündigung zugesprochen wird, ist falsch. Die Diözese hat der Vergangenheit die Gehälter der dort nominell festangestellten Mitarbeiterinnen vorfinanziert. Die Burg hat aber, wie fest vereinbart, diese Gehälter zu 100 Prozent an die Diözese erstattet.

Der Mietvertrag wurde unter der Voraussetzung einer Weiterbewirtschaftung der Burg durch den ND nach den erfolgten, sehr teuren Sanierungsarbeiten über einen Zeitraum von 25 Jahren abgeschlossen. Aus diesem Gründen ist es für mich nicht verständlich, dass sich der ND, der in seiner Satzung die Förderung der Jugend als wesentlichen Punkt stehen hat, aus der Verantwortung für die Burg durch die voreilige Vertragskündigung völlig zurückziehen will.

Auch die Haltung der Diözese, die bisherige Praxis der Gehaltsabrechnung einfach zu kündigen, ist in diesem Zusammenhang nicht akzeptabel. Hier muss durch intensive Verhandlungen eine für alle Seiten tragbare Lösung gesucht werden, um dieses Kulturgut für die kommenden Generationen zu erhalten.

Bernd Brasse Ellwangen

Zurück zur Übersicht: Leserbriefe

WEITERE ARTIKEL