Sprechblasen der Politiker

Zur Pandemie und zum Interview mit Justizminister Wolf vom 16. Februar auf Seite 1:

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Richtig deprimierend sind die Zitate von Justizminister Wolf am Montag auf Seite 1, einem Mitglied unserer Landesregierung: "Wir sollten …, wir müssten …, wir fordern …, wir könnten …, wir brauchen einen Stufenplan für den Tag X!" Können sich die Politiker noch selbst zuhören?

Richtig deprimierend sind die Zitate von Justizminister Wolf am Montag auf Seite 1, einem Mitglied unserer Landesregierung: "Wir sollten …, wir müssten …, wir fordern …, wir könnten …, wir brauchen einen Stufenplan für den Tag X!"

Können sich die Politiker noch selbst zuhören? Aber man hört und liest es ähnlich – egal, welcher Politiker und welche Partei. Und aus der rechten Ecke schallt's besonders laut und wirr, wie immer.

Man kann die Sprechblasen der Politiker und Verantwortlichen nur noch schwer ertragen. Stufenpläne schwirren umher. Jeder will den anderen übertreffen. Aber nach einem Jahr Pandemie von immer neuen Eventualitäten überrascht zu werden, nur dann zu reagieren, wenn's gerade brennt? Nicht vorausschauend agieren, planen und handeln?

Es waren anfangs teils richtige, aber oft späte und inkonsequente Entscheidungen. Ich bin geduldig, aber die derzeitige Hoffnungs- und Planungslosigkeit, die sich in Politik und Verwaltung breit machen, nach unten weiterzugeben, finde ich unfair.

Das alles sind Sprech- und (Ver)-Sprechblasen: "Wir müssten genügend Impfstoff haben." "Wir sind alle bis Herbst geimpft." "Wir müssten Schulen wieder öffnen." "Urlaub, Einkauf könnte bald wieder gehen."

Ich glaube, in nächster Zeit lese ich besser die Comics mit Fix und Foxi. Da sind die Sprechblasen wenigstens lustig.

Josef Lehmann

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