Lesermeinung

Zur Pandemiepolitik:

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Seit Jahren fahre ich jeden Freitag gegen 10 Uhr nach Aalen und komme an dem Tafelladen vorbei. In der Regel stehen hier etwa 10 bis 15 Menschen. Seit zwei Wochen bin ich entsetzt.

Seit Jahren fahre ich jeden Freitag gegen 10 Uhr nach Aalen und komme an dem Tafelladen vorbei. In der Regel stehen hier etwa 10 bis 15 Menschen. Seit zwei Wochen bin ich entsetzt. Die Schlange besteht inzwischen aus mindestens 100 Personen und geht vom Tafelladen bis zum Eck Stadtgarten.

Das ist erst der Anfang der kommenden Armut in Deutschland. Während die Autoindustrie trotz Milliardengewinnen, der Fußball und unsere Verteidigungsministerin um moderne Kampfflugzeuge Hilfe erbetteln und sicher auch vom Staat bekommen, wird die Liste der insolventen Firmen und der Arbeitslosen immer länger. Wir brauchen auch keine jährlichen 400 000 Zuwanderer, wie es Frau Merkel es gern möchte.

Wir brauchen im Moment auch keine Greta, die uns nervt. Wir brauchen Politiker, die uns sicher durch diese schwere Zeit der Rezessionen bringen.

Auch bei uns in Aalen sieht es nicht viel besser aus. Da wird das Kombibad, die Trasse, der Waldcampus geplant, obwohl wir im Moment dringendere Probleme haben. Wir brauchen bezahlbaren Wohnraum, keine Schlangen vor dem Tafelladen und keine insolventen Firmen. Auch wir müssen Prioritäten setzen.

Im Hirschbachbad kann man noch gut schwimmen, in Aalen gibt es bestimmt viele ungenutzte Gebäude , die man statt neuem Bau im Rohrwang nutzen kann. Wir brauchen auch keine Politiker, die nach dem Gießkannenprinzip unsere Gelder in der ganzen Welt verteilen.

Jetzt sind unsere deutschen Probleme vorrangig. Wenn das unser Staat nicht erkennt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis bei uns massive Unruhen entstehen. Die kleinen Demos wegen des Virus sind nicht das Problem, es ist das Tröpfchen, welches das volle Fass zum Überlaufen bringt.

Christine Fuchs Aalen-Wasseralfingen

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