Lesermeinung

Zur Schättere-Trasse:

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Den Schättere-Fußweg als solchen zu erhalten, ist für etliche Aalener ein Herzensanliegen. Aber anscheinend doch nur für eine Minderheit, die versucht, die schweigende Mehrheit auf den Wert dieser Trasse aufmerksam zu machen.

Den Schättere-Fußweg als solchen zu erhalten, ist für etliche Aalener ein Herzensanliegen. Aber anscheinend doch nur für eine Minderheit, die versucht, die schweigende Mehrheit auf den Wert dieser Trasse aufmerksam zu machen. Wer kennt denn die Meinung der Vielen, die sich bisher noch nicht geäußert haben und die einfach darauf vertrauen, dass das Rathaus nachhaltige Politik macht? Da ist Aufklärungsarbeit für eine kluge Entscheidung zu leisten. Ob das "unklug" ist und man sich so "mit der mächtigen Radlobby anlegt" (Zitat Leserbrief Martin Knipper), mag der unvoreingenommene Leser entscheiden. Jedenfalls ist eine solche Drohgebärde keineswegs die beanspruchte "Augenhöhe" des Miteinander-Umgehens. Dann wird auch noch die Demokratie zitiert, die wohl zu dulden habe, was die Mehrheit will und wünscht, denn die Mehrheit hat wohl immer recht und tut wohl auch immer das Richtige? Gerade das ist eine brisante Schwäche mancher Demokratien, dass sie Minderheiten rücksichtslos überstimmen, ohne sich um deren Anliegen zu kümmern. "Auf Augenhöhe" miteinander zu kommunizieren heißt, die Bedürfnisse und Wertvorstellungen der Anderen zu akzeptieren, auch wenn sie in der Minderheit sind. Dass unsere Region als "hinterste Provinz" abgewertet wird, ist je nach Standpunkt auch eine Aufwertung. Hier darf es noch Ruhezonen geben für Sich-Langsam-Bewegende: Kleinkinder, Gehbehinderte, Naturbeobachter, Spazier-Genießer etc. Das gehört zur hohen Lebensqualität einer guten Provinz, in die es viele Bewohner der vordersten Provinzen zieht. Wie rasante Biker über enge und steile Waldwege krachen, das kann man an jedem Wochenende beobachten. Was wird erst werden, wenn die Trasse für Radfahrer frei gegeben wird: Ein Hot-Trip für Abenteurer auf Rädern! Es gibt genügend alternative Trassen, man muss sie nur auch einbeziehen wollen in eine Debatte "auf Augenhöhe".

Binia Wippenbeck, Aalen

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