Lesermeinung

Zur Sitzung zwischen Kanzlerin und Ministerpräsidenten:

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Kein Wort wurde von der Kanzlerin bei der letzten Pressekonferenz häufiger benutzt als "Hoffnung". Nach einem Jahr Pandemie sind wir also guter Hoffnung.

Kein Wort wurde von der Kanzlerin bei der letzten Pressekonferenz häufiger benutzt als "Hoffnung". Nach einem Jahr Pandemie sind wir also guter Hoffnung. Dann wurde ausgeholt, was man bisher alles gut gemacht hat. Wir wollen geimpft und wir wollen getestet werden. Bevor ich in Aalen keine Bekleidung mehr kaufen kann und meine Restaurants nicht mehr vorfinde. Dieser Blick auf die Inzidenzwerte 50 und 35 ist nicht das Ein-und Alles-Kriterium einer Pandemie-Bekämpfung. Das Einzige, was wir bisher gut konnten, ist einen Shutdown einführen und zu verlängern und mit Geld für Konzerne um uns werfen, das noch erwirtschaftet werden muss. Ein Shutdown ist niemals eine Lösung, sondern immer ein Ausdruck von Hilflosigkeit. Ich hege keine "Hoffnung", dass sich bis Mai grundlegend etwas ändern wird. Und wenn ich dann sehe, dass wir dieses Jahr noch sieben Wahlen vor uns haben, wird die ganze Pandemiebewältigung wohl leider sehr wahlkampflastig werden. Ganz speziell gilt für die Ostalb gilt: Warum müssen unsere Alten nach Ulm, ins Bayrische und Fränkische fahren, um sich impfen zu lassen? Weil sie von der Hoffnung nicht zehren wollen!

Wilfried Müller

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