Es fehlt an Professionalität

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Die Vergabe von Impfterminen für Personen der Kategorie I. wurde von meinem Schwiegervater (84 Jahre) seit Beginn der Impfungen herbeigesehnt. Nachdem er seit Monaten in seinem Zimmer gefangen ist, erhofft er sich sehnlichst eine Rückkehr zu einer gewissen Normalität.

Die Vergabe von Impfterminen für Personen der Kategorie I. wurde von meinem Schwiegervater (84 Jahre) seit Beginn der Impfungen herbeigesehnt. Nachdem er seit Monaten in seinem Zimmer gefangen ist, erhofft er sich sehnlichst eine Rückkehr zu einer gewissen Normalität. Leider wurde die Euphorie, der auch allerlei zweifelhafte Verschwörungstheorien und Corona-Leugnungsversuche nichts anhaben konnten, jäh beendet. Bereits in kürzester Zeit nach Eröffnung des Portals waren alle Termine vergeben. Obwohl wir uns sofort daran machten, durch das komplexe Verfahren zu kämpfen, waren wohl ein paar Wenige schneller.

Warum wurden die Erwartungen der Impfwilligen dermaßen hochgeschraubt? Eine Erklärung könnte es sein, dass der Bürger im Vorfeld beruhigt werden musste. Später können ja unverhältnismäßige Abweichungen in der Umsetzung relativiert und durch unvorhergesehene Rahmenbedingungen entschuldigt werden. Man kennt das ja durchaus auch von anderen öffentlichen Bau- oder sonstigen Projekten (...). Auf jeden Fall entbehrt die Vorgehensweise einer Professionalität, die man eigentlich erwarten müsste. Eine Verkomplizierung der Vorgehensweisen verschlimmbessert Verfahren zusätzlich, wie es auch schon bei der Lkw- und Pkw-Maut beobachtet werden konnte.

Siegfried Scheppach, Aalen

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