Lesermeinung

Zur Verschuldung der Stadt Schwäbisch Gmünd:

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Hohe Schulden sind in Gmünd nichts Neues, sie lagen auch ohne Pandemie über Jahre hinweg schon deutlich höher. So weit so schlecht, wobei der Umstand, dass ca.

Hohe Schulden sind in Gmünd nichts Neues, sie lagen auch ohne Pandemie über Jahre hinweg schon deutlich höher. So weit so schlecht, wobei der Umstand, dass ca. 1 Million Euro bei der Abrechnung der Remstal-Gartenschau immer noch nicht "wiedergefunden" wurden, jeden Privatmann oder Unternehmer nicht nur schwindlig werden ließen, sondern er hätte auch vermutlich Probleme mit dem Finanzamt.

Ob das Aspenfeld erfolgreich wird, dürfte an der Akzeptanz und Attraktivität des Standortes der noch zu realisierenden Forschungsansiedlung liegen. Dabei wären Details interessant: So etwa, ob die Bodenpreise für potenzielle Interessenten konkurrenzfähig sind und ob es schon ernsthafte Angebote gibt. Auch die Frage nach einer Rücknahmeklausel für die Verkäufer der Grundstücke bei eventuellem Misslingen der Ansiedlung von Firmen und die möglichen Verluste für die Stadt sollten im Risk Assessment bedacht werden.

Alles ist bislang noch sehr vage oder auch geheime Kommandosache. Genauso vage wie die Antwort auf die offene Frage nach der Zukunft der Amazon-Ansiedlung, der Sanierung der Infrastruktur in der Kernstadt und dem weiteren Verbleib oder Verlust der ca. 2,4 Fördermillionen des Landes für die Buchstraße. Große und kühn geplante Projekte wie etwa die 10 000 neuen Einwohner für Gmünd in 10 Jahren scheitern unter anderem auch an fehlender nachhaltiger Infrastruktur in der Kernstadt und der beklagenswerten Verödung der Altstadt, kurzum an mangelnder Attraktivität. Daher Glück auf! (...)

Thomas Schäfer, Schwäbisch Gmünd

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