Lesermeinung

Zur Verteuerung der Sanierung der Kita St. Franziskus:

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Warum wundert es nicht, dass schon wieder eine öffentliche Einrichtung teurer wird als vorab geplant. Langsam sollte man doch zu der Erkenntnis gelangen, dass Planungskosten nicht das halten, was auf dem Papier steht.

Warum wundert es nicht, dass schon wieder eine öffentliche Einrichtung teurer wird als vorab geplant. Langsam sollte man doch zu der Erkenntnis gelangen, dass Planungskosten nicht das halten, was auf dem Papier steht. Wer plant solche Sanierungen und geht mit dem nötigen Fachwissen an die Arbeit? Liegt es an der nicht vorhandenen Sorgfalt bei der Planung, Begehung und Erstellung eines Konzeptes, aus dem dann ein Kostenanschlag entsteht? Ist die erforderliche Sachkompetenz bei den handelnden Personen vorhanden? Können hier nicht Verträge abgeschlossen werden, worin eine entsprechende Haftung für aufkommende Planungsfehler nicht zu Lasten des öffentlichen Trägers gehen? Werden Beraterhonorare prozentual nach der abgerechneten Bausumme fällig? Öffentliche Projekte werden zu Minimalkosten vergeben (damit der Bürger sieht, wie maßvoll gewirtschaftet wird) um später dann teurer abzurechnen, da es ja fertiggestellt werden muss. Bei der Kita St. Franziskus wurde erst während der Arbeit ein erhöhter Sanierungsbedarf festgestellt. Wärmepumpe und Brennwertgerät mussten auch erneuert werden. Handwerkliche Fehler bei der Beantragung eines Landeszuschusses wurden gemacht. Und natürlich eine Baupreiserhöhung hat dazu beigetragen, welche aber in einer Vorabplanung kalkuliert werden konnte, (Ausführungszeitraum sollte bekannt sein), ist wohl nicht geschehen. Ich wage nicht an die noch anstehenden Projekte wie Kombibad, Steg, Sanierung Rathaus, Neubau Landratsamt, etc. zu denken. Wohin gehen die Kosten, der Bürger zahlt ja schon. Wenn zu wenig in der Kasse ist, wird schon ein Weg gefunden werden und wenn dann die Steuern erhöht werden müssen. Eigene Fehler einzugestehen und beim nächsten Mal diese möglichst zu vermeiden, wird nur dann geschehen, wenn der eigene Geldbeutel betroffen ist. Unsere Gemeinderäte geben zwar ihre Meinung zu den Mehrkosten kund, aber bis zum nächsten Mal... Ändern oder besser machen werden sie es dennoch nicht, wie die Vergangenheit zeigte.

Hartmut Müller, Aalen

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