Lesermeinung

Zweierlei Maß der Behörden

Zum Thema „Abzocke an der Panzerstraße?“, SchwäPo vom 8. September:

Laut der Ausführungen von Herrn Bienert ist diese Beschilderung auf ausdrücklichen Wunsch der LEA-Leitung verfügt worden (wegen der Vermutung von „starkem Fußgängerverkehr“). (...) Wusste nicht, dass Verkehrsbeschränkungen ein Wunschkonzert sind.

Da heißt es dann noch „gemeinsame Entscheidung“ mit Polizei und Ordnungsamt Ellwangen. Klar, die Polizei hat ein ideales Plätzchen zum „Lasern“ und die Stadt Ellwangen eine gute Einnahmequelle zusätzlich. Herr Knecht betont, dass sich die Lage etwas beruhigt habe.

Tatsache ist jedoch, dass wo „nichts ist und war“, sich auch nichts beruhigen kann. (...) In Richtung Dalkingen steht das Schild „Ende der Verkehrsbeschränkung“. Auf der anderen Seite der Straße ist hier das Schild 50 km/h. 400 Meter vorher gelten dann 70 km/h, die Gegenrichtung (mit Fußgängerweg) hat freie Fahrt. Wer darf hier die „Sinnhaftigkeit“ infrage stellen. (...)

Ach ja, als die Kaserne noch in Betrieb war und täglich hunderte Wehrpflichtige die Straße querten, war so eine Beschränkung nicht notwendig? (...)

An der Ortseinfahrt von Röhlingen aus Richtung Aalen dauerte die Umsetzung der 50 km/h–Beschränkung fast zwei Jahre. Obwohl dort auf dieser Strecke vier stark frequentierte Ausfahrten sind.

Die Schilder [an der LEA] bleiben jedenfalls bis 31. Oktober stehen, obwohl sie so allenfalls ein schlechter Scherz sind. Dann kommen „Experten“ zur Verkehrsschau. (...) Vor dem Gesetz sind alle gleich, manche sind dann halt doch etwas gleicher.

Josef Baumann

Ellwangen

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