Kommentar

Der Aufschwung bleibt aus

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Alexander Haag
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Alexander Haag über die Bilanz von Trainer Uwe Wolf beim VfR Aalen

Platz 13 - der VfR Aalen hat das zu Saisonbeginn ausgegebene Minimalziel erreicht: den Klassenerhalt. Auch dann, wenn es bei sechs Absteigern geblieben wäre. Die Vereinsführung hat zwischenzeitlich daran gezweifelt - und im März überraschend den Trainer gewechselt. Roland Seitz wurde entlassen, UweWolf geholt. Sportlich bezahlt gemacht hat sich dieser Tausch bislang nicht. Seitz‘ Bilanz war sogar einen Tick besser. Der gefeuerte Coach hat in 28 Partien durchschnittlich 1,25 Punkte geholt. Sein Nachfolger in 14 Spielen nur 1,21. Das ist enttäuschend, zumal er vollmundig Platz 8 als neues Ziel ausgab. Was man dem 53-Jährigen zugute halten muss: dass die Mannschaft einen attraktiveren Fußball spielt. Und es ist ihm gelungen, junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchs bei den Profis zu integrieren. Andererseits geht Wolf oft fragwürdige Wege. Er praktiziert einen harten und teilweise nicht mehr zeitgemäßen Führungsstil. Er kritisiert Spieler öffentlich. Stellt sie durch Ein- und vorzeitige Auswechslungen bloß. Bislang haben Präsidium und Aufsichtsrat das stillschweigend hingenommen. Ob sie das in der neuen Saison auch tun können, hängt allein vom Erfolg ab. Ein Punkteschnitt von 1,21 wird aber sicher nicht reichen.

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