2023: Die SchwäPo schaut in die Glaskugel

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Die SchwäPo blickt in die Glaskugel für 2023.
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Die SchwäPo-Redaktion hat in die Glaskugel geschaut und kann berichten, auf was wir uns im kommenden Jahr freuen dürfen. Ob's tatsächlich so kommt, war bei Redaktionsschluss noch nicht ganz klar ;)

Das Jahr 2023 beim VfR Aalen - von Alexander Haag

Die Großsponsoren: Es ist ein Besuch, mit dem auf der Geschäftsstelle des VfR Aalen niemand rechnet: Frederick Brütting klingelt am Vormittag des 16. Januar im Stadionweg 5 an der Tür. Während sich die Profis inklusive der genesenen Langzeitverletzten Steffen Kienle und Benjamin Kindsvater auf das erste Training im Jahr 2023 vorbereiten, übergibt der Oberbürgermeister nebenan dem VfR-Präsidiumsmitglied Michael Weißkopf drei Umschläge. Inhalt: die unterschriebenen Sponsorenverträge mit der Carl Zeiss AG, der Spedition Brucker GmbH und der Papierfabrik Palm. Die Durchfinanzierung des insolventen Vereins ist von heute auf morgen gesichert, und schon im April wird das Insolvenzverfahren abgeschlossen. Der VfR Aalen ist schuldenfrei - und nicht nur das: Die drei Großsponsoren binden sich langfristig und sorgen damit für eine Aufbruchstimmung in der Bevölkerung. Zum ersten Heimspiel am 4. März kommen knapp 3000 Zuschauer in die Ostalb-Arena und erleben mit, wie die Profis den FC 08 Homburg mit 2:0 schlagen. Zweifacher Torschütze: Publikumsliebling Steffen Kienle. Am viertletzten Spieltag schlägt die Elf von Trainer Tobias Cramer auch den Aufsteiger Wormatia Worms mit 2:0 und sichert sich frühzeitig den Klassenerhalt in der Regionalliga Südwest.  ⋌alex

2023 aus digitaler Sicht - von Tobias Dambacher

Künstliche Intelligenz: Endlich! Mithilfe einer hochmodernen künstlichen Intelligenz reduziert Aalen seinen CO2-Ausstoß um rund die Hälfte, indem aufgrund einer intelligenten Ampelschaltung ab sofort unnötiger Stop-and-Go-Verkehr vermieden wird. 

Parkleitsystem: Nie mehr im Schritttempo auf der Friedrichstraße einen Blick hinunter zur Rathaus-Tiefgarage auf die gut versteckte Anzeige freier Parkplätze werfen müssen - Aalen als Super-Smart-City bekommt endlich ein funktionierendes Parkleitsystem.

Der Touchscreen: Es ist ein Coup der Stadt Aalen. Die öde graue, endlos große Betonfläche zwischen Kulturbahnhof und den Wohnblöcken, die nicht wusste, was sie sein soll, entpuppt sich als riesiger interaktiver Touchscreen, der wahlweise Informationen über das umfangreiche KUBAA-Kulturprogramm anzeigt, sich in eingezeichnete zusätzliche Parkplätze verwandelt (siehe Parkleitsystem) oder mit Hologrammen die Grüne Mitte etwas größer (und mittiger) wirken lässt. ⋌dat

2023 in Ellwangen - von Alexandra Rimkus

Riesenerfolg: Der Kalte Markt in Ellwangen wird nach zweijähriger Zwangspause zu einem Riesenerfolg. Den Reiterumzug durch die Stadt verfolgen an einem sonnigen Wintertag über 20 000 Besucher. Dabei werden so viele Kuttelportionen verkauft wie noch nie zuvor in der Geschichte der Traditionsveranstaltung.

Fortschritt: Überaus positiv entwickeln sich im neuen Jahr überdies die Geschäfte bei der ODR und den Ellwanger Stadtwerken. Der Ausbau der regenerativen Energien schreitet in der Region deutlich schneller voran als gedacht. Dazu gelingt Varta der entscheidende Durchbruch in der Speichertechnologie. Die Folge: die Varta-Aktien knallen durch die Decke und die Energiepreise fallen deutlich. Und: Im Ellwanger Schwimmbad gibt es endlich wieder Warmbadetage und die Sauna kann ohne Einschränkungen geöffnet werden.

Mode kommt: Im Frühling vermeldet Peek & Cloppenburg, dass sich der Modekonzern gerne in Ellwangen ansiedeln wird. Die einstige K&L-Filiale in der Spitalstraße wird dazu angemietet.

Und die Kutsche: Eine echte Sensation kann 2023 außerdem noch das Ellwanger Schlossmuseum vermelden: Die verschollen geglaubte Kutsche des letzten und zugleich bedeutendsten Ellwanger Fürstpropstes, Clemens Wenzeslaus von Sachsen,  taucht völlig  in einer alten Scheune in Rotenbach wieder auf. ⋌rimi

2023 unter der Kapfenburg - von Martin Simon

Die beste Messe: Konstantin Wecker, La Brassbanda und Helge Schneider räumen beim Kapfenburg-Festival 2023 richtig ab. Die Macher in Lauchheim-Hülen werkeln schon am Festival 2024. Wir sind gespannt. „Das war die beste Kapfenburgmesse aller Zeiten“, sind sich die Verantwortlichen der Handels- und Gewerbevereine Lauchheim und Westhausen einig. Das veränderte Konzept kommt super an, die Besucher strömen wie nie. Die nächste Messe steigt dann wieder in Lauchheim – 2026, und die wird bestimmt genauso erfolgreich, sind sich alle sicher. ⋌mas

Das Jahr 2023 in Bopfingen

Die Kelten: Bopfingen steht 2023 ganz im Zeichen der Kelten und das wird auch 2024 so sein. Die Umstrukturierung der Museumslandschaft in der Innenstadt läuft auf Hochtouren der Glasverbindungsbau ist fertig und auf dem Ipf erstrahlt die Nachbildung des keltischen Dorfes in vollem Glanz. Gas, Wasser Strom und Breitband liegen, das Kiosk dort geht im Frühjahr 2024 in Betrieb. Spätestens dann wird Bopfingen über die komplett neue Museumsstruktur in der Innenstadt und oben auf dem Ipf verfügen.

Die Steuern: Gut, dass die Steuereinnahmen stärker sprudelten, als erwartet. Die Ortsdurchfahrt in Unterriffingen ist fast fertig. Der Breitbandausbau im Stadtgebiet ist zu großen Teilen erledigt. Die Stadt stellt zudem die Weichen zum Bau einer Veranstaltungshalle auf dem ehemaligen Lederfabrik-Areal gestellt und auch die neue ärztliche Versorgung rund um den Ipf ist mit der Initiative des Landkreises in Sachen Klinikkonzept einen Schritt nach vorne gekommen.

Der Fassanstich: Im Stadtgarten räumt Alvaro Soler total ab und im Kulturamt „baggert“ man bereits am nächsten Konzert-Höhepunkt für 2024. „ABBA“ wird gemunkelt. Die Ipfmesse läuft wie in Vor-Corona-Zeiten und feiert einen neuen Besucherrekord. Schee war's. Einziger Wermutstropfen: Bürgermeister Dr. Gunter Bühler braucht diesmal acht Schläge beim offiziellen Fassanstich. ⋌mas

Das Jahr 2023 in Neresheim - von Ulrike Schneider

Aufatmen: Die Neresheimerinnen und Neresheimer können vor Freude kaum an sich halten: Die lang ersehnte Nordumfahrung kommt. Das Bundesverkehrsministerium hat ein Einsehen mit der Härtsfeldkommune. Die 2022 von der Stadt in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie wird zeitnah umgesetzt. Im Spätsommer rücken bereits die ersten Bagger an. Der viele Verkehr mit seinem hohen Anteil an Schwerlastern, den die B 466 täglich in die Neresheimer Innenstadt spült und die City in zwei Hälften spaltet, endet. So kann in Zukunft vermieden werden, dass die Innenstadt der Härtsfeldmetropole verödet. Dafür können entlang der Hauptstraße attraktive Wohn- und Geschäftshäuser entstehen. Mit einem ersten Entwicklungsschub bei den Gaststätten und Restaurants rechnen die Verantwortlichen bereits gegen Jahresende 2023. ⋌aki

Das Jahr 2023 in Aalen - von Katharina Scholz und Ulrike Wilpert

War das was? Der Sobek-Steg über die Bahngleise wird eingeweiht. Und zwar früher als gedacht. Schon Ende Januar strömen Massen an Fußgängerinnen und Fußgängern darüber und sind begeistert. Weil es früher fertig wird, wird das Projekt billiger. Zusätzlich tut OB Frederick Brütting einen weiteren Fördertopf auf. Damit kostet der Steg die Stadt Aalen quasi nichts. Alle Fraktionen, Gruppen und Einzelstadträte im Gemeinderat kommen zur Eröffnung. Bis Ende Januar werden es nicht mehr zehn, sondern zwölf verschiedene Gruppierungen sein. Sie schneiden das Band durch, stoßen danach gemeinsam an und können sich überhaupt nicht mehr erklären, warum sie um den Steg je so heftig diskutiert haben.

Der Aufstieg: Ähnlich harmonisch wie die Steg-Einweihung verläuft die Diskussion um den Albaufstieg. Einstimmig einigt man sich auf einen Hyperloop. Mit dem Hochgeschwindigkeitstransportsystem dauert die Reise von Unterkochen nach Ebnat nur noch 0,6 Sekunden. In umgekehrter Richtung geht es sogar noch schneller. Das Regierungspräsidium ist so begeistert von der Idee, dass es die Kosten in Höhe von 56 Milliarden Euro gerne übernimmt und für 2024 den Bau weiterer Streckenabschnitte nach Ulm, Crailsheim und Stuttgart in Aussicht stellt. ⋌ks

Radfahrstadt Aalen: Die Stadt Aalen liegt beim Land Baden-Württemberg als sogenannte Radkultur-Modellstadt auf dem ersten Rang und kann dadurch eine mehrere Millionen schwere Fördersumme abschöpfen. Im Hinblick auf das Aalener Klimaziel 2035 ist daran die Bedingung gekoppelt, dass bereits bis Jahresende 2023 der individualisierte Pkw-Verkehr in weitem Umkreis von mindestens sieben Kilometern aus der Stadt und den Wohnbezirken herausgehalten wird. In der Folge können die leer stehenden Parkhäuser - und auch Tiefgaragen! - zu weiterem dringend benötigten Wohnraum umgebaut werden. Aus den bisherigen Straßenzügen werden in den nächsten Jahren nach und nach Parkanlagen, durch die sich ausschließlich Rad- und Gehwege ziehen. Sehr zur Freude der großen Immobilienhändler. Denn ohne den „ökologischen Rahmen“, so jammern sie bislang, ließen sich keine Wohnungen mehr verkaufen. ⋌UW 

Das Jahr 2023 in der Wirtschaft - von Robert Schwarz

Die Pipeline:Das Jahr beginnt wie das alte aufgehört hat: Zeiss kündigt weitere Investitionen an. Das Gesamtvolumen soll sich in den kommenden Jahren auf bis zu eine Milliarde Euro verdoppeln. Wasserstoff wird voraussichtlich der wichtigste Energieträger für die Industrie - und die Region schafft es, an die planfestgestellte Pipeline angeschlossen zu werden. Ein auf die kommenden Jahre unschätzbarer Standortvorteil für die Ostalb.

Keine Rezession: Die drohende Rezession fällt aus. Bereits im Frühjahr zieht die Auftragslage der Firmen wieder deutlich an, die Energiepreise pendeln sich auf einem niedrigeren Niveau ein. Die Ostalb-Wirtschaft kann weiter durchstarten. 

Die E-Auto-Fabrik: Auch bei der Ellwanger Varta, dem Sorgenkind des Jahres 2022, stehen die Zeichen auf Entspannung: Der neue Vorstandschef Markus Hackstein stabilisiert das Unternehmen, die Nachfrage zieht an. Und: Die Bauarbeiten an der 500-Millionen-Euro-Fabrik für E-Auto-Akkus starten, nachdem ein weiterer deutscher Autobauer eine Partnerschaft mit Varta eingeht.

Die Lehre: Auf die Arbeitslosigkeit in der Region hat die kleine konjunkturelle Delle wie schon im Vorjahr keine Auswirkungen. Das Problem: Der Fachkräftemangel verschärft sich weiter. Gut also, dass es im Herbst eine weitere Überraschung auf dem Arbeitsmarkt gibt: Die Zahl der Auszubildenden steigt deutlich, im zweistelligen Prozentbereich. Die Lehre ist wieder in Mode. ⋌rs

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