Aalen und St.-Lô trainieren gemeinsam

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Deutsch-französische Begegnung.

Deutsch-französisches Jugendcamp der Judofreunde beim Post SV.

Aalen-Wasseralfingen. Nach zwei Jahren coronabedingter Pause veranstaltete der Post Sportverein Aalen erstmals wieder ein gemeinsames Zeltlager mit den Freunden aus Aalens französischer Partnerstadt. Rund 50 Kinder des Post SV Aalen, der schulischen Judo-AGs und des französischen Partnervereins aus Saint Lô waren auf dem Gelände des Post SV anzutreffen.

Etwa 1000 Kilometer trennen die befreundeten Vereine, jedoch sind gegenseitige Besuche fest verankert, heißt es in einer Pressemitteilung des Post SV. Nach der langen Unterbrechung war die Vorfreude groß. Es hieß nun, anderthalb Wochen gemeinsam zu trainieren, zu spielen und vor allem Spaß zu haben. Wie jedes Jahr, stand am Anfang die Sprachbarriere zwischen den Kindern der beiden Nationen. Am ersten Abend brachte jedes Kind eine Spezialität der Heimat oder Familie mit, gemeinsam wurde verkostet. Nach den ersten Tagen und kleineren Aufgaben in der fremden Sprache, wie zum Beispiel die Eis-Bestellung, konnte diese Hürde recht schnell abgebaut werden.

Neben Teamspielen stand das sportliche Miteinander im Vordergrund. Durch das Training bei „fremden“ Trainern und Partnern konnten sich die Kids wieder neue Ideen und Tricks abschauen.

Am Sonntag vergangener Woche durften die Kinder einen besonderen Trainingspartner begrüßen: Der Aalener Oberbürgermeister Frederick Brütting trainierte mit den Kindern mit und gab als Judoka seine Tipps weiter. Brütting war selbst dreimal als Kind Teilnehmer und hatte daher einen besonderen Tipp an die Kinder: „Außer Judo könnt ihr hier im Zeltlager auch Freundschaften fürs Leben finden“.

Am Montag fand der traditionelle Ben-Brenner-Berglauf statt. Ben Brenner war ein beliebter Trainer des Post SV und Mitglied des Judo Zeltlagers. Er verstarb viel zu früh mit 27 Jahren und hinterließ eine große Lücke im Zeltlagerteam. Um das Andenken an ihn zu ehren, gibt es immer seinen Lieblingslauf vom Vereinsheim bis auf den Braunenberg als Wettbewerb. Alle Kinder gaben das Beste und wurden daher mit (Finisher-) Medaillen und einem Tag am Bucher Stausee belohnt.

Sportlich ging es am Tag darauf weiter. Das französische Betreuerteam gestaltete einen Tag rund um das Thema Olympia 2024 in Paris. Die Kinder durften kreativ eine Teamflagge gestalten und starteten mit der Einzugszeremonie der Teams in den Wettbewerb. Spiele, die Teamfähigkeit, Geschicklichkeit und andere Fähigkeiten erforderten, wurden gemeistert und am Ende durfte das Gewinnerteam den deutsch-französischen Olympiapokal sein Eigen nennen.

Sich zu überwinden und über die eigene Hemmschwelle zu gehen ist für Kinder und Jugendliche oftmals nicht einfach, jedoch meisterten die Kinder auch die Tausch-Challenge in der Aalener Innenstadt. Bei dieser ging es darum, Menschen anzusprechen und mit diesen einen Tauschhandel zu machen: etwas Einfaches in etwas Höherwertiges zu tauschen und dabei noch ein paar Selfies einzuheimsen. Trotz der Sprachbarriere gelang das mit Bravour. Am Sonntag ging das Zeltlager zu Ende - „au revoir“ und bis zum nächsten Treffen der beiden Nationen.

Rund 50 Kinder nahmen am deutsch-französischen Jugendzeltlager auf dem Gelände des Post SV Aalen teil. Es war das erste Zeltlager nach zwei Jahren coronabedingter Pause. Foto: privat
Judotraining beim deutsch-französischen Zeltlager des Post SV
Die Kinder hatten sichtlich Spaß.

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