Aalener Grüne wollen Pfandbecher

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Pfandbecher: GIbt's die bald auch in Aalen?
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Fraktion Bündnis 90/Die Grünen beantragt die Einführung eines Pfandsystems für To-go-Mehrwegbecher.

Aalen. Die Grünen im Aalener Stadtrat beantragen die Einführung eines Pfandsystems für To-Go-Mehrwegbecher in Aalen. Dies schreibt die Fraktionsspitze an die Stadtverwaltung. Konkret heißt es darin, „die Verwaltung wird beauftragt, im Sinne von Umweltschutz, Müllvermeidung und Ressourcenschonung in Zusammenarbeit mit dem Verein 'Aalen City Aktiv', dem Citymanager, der Hochschule Aalen und dem Wirtschaftsförderer zu prüfen, wie ein Pfandsystem für To-Go-Mehrwegbecher in Aalen umgesetzt werden kann“.

Zur Begründung heißt es im von Gabriele Ceferino und Michael Fleischer unterzeichneten Schreiben, Tausende von Pappbechern für Heißgetränke würden täglich verbraucht und landeten anschließend in Mülleimern, an Haltestellen, Straßenrändern oder Parkanlagen. Diese Becher machten bereits einen beträchtlichen Anteil am Müll aus.

Daher suchten bereits einige Städte – so auch Stuttgart, Wolfsburg und Hannover – nach Möglichkeiten, diesen Müll zu reduzieren. Diese Städte hätten sich für die Einführung eines Pfandsystems für Coffee-to-go-Becher entschieden.

Dieses unterscheidet sich vom – auch in Aalen anzutreffenden – System des eigenen Mehrwegkaffeebechers, den der Kunde mit in das Geschäft bringt, um ihn dort auffüllen zu lassen, wo er dafür einen kleinen Preisnachlass erhält. In der Regel seien diese Mehrwegbecher nicht immer spülmaschinengeeignet "und daher wenig attraktiv". Dieses System werde auch häufig aus hygienischen Gründen kritisiert, da die Becher in Taschen getragen und eventuell mit schmutzigen Händen angefasst wurden und beim Einschenken eine Keimübertragung an Kaffeemaschinen und Schankanlagen erfolgen könnte, heißt im Antrag der Grünen weiter.

Beim Pfandsystem dagegen werd ein Plastikbecher, teilweise auch mit Deckel, gegen ein bis zwei Euro Pfand an die Heißgetränketrinker ausgegeben, die die Becher für die Zeit des Verzehrs leihen und anschließend ungespült bei den teilnehmenden Partnern zurückgeben, wo sie ihr Pfandgeld zurückerhalten. Die Anbieter geben die Becher nicht nur aus, sondern nehmen sie auch wieder zurück und reinigen sie. Ein eventuell neu gekaufter Kaffee werde dann in einem bereits gereinigten Becher ausgegeben, sodass auch die Hygieneanforderungen besser eingehalten werden. Die Becher sind meist aus Polypropylen oder aus nachwachsenden Rohstoffen und können bis zu 500 Mal benutzt, in der Spülmaschine gereinigt und gut recycelt werden.

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