Aalener Katholiken feiern Jubiläum mit großem Fest

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Es ist zwar nicht der erste Kelch der katholischen Kirche in Aalen, den Pfarrer Wolfgang Sedlmeier in den Händen hält - der steht in St. Maria. Doch Sedlmeier und der gewählte Vorsitzende des katholischen Gesamtkirchengemeinderats Aalen, Roland Steinert, freuen sich auf den Festgottesdienst am Sonntag, 10 Uhr, in der Salvatorkirche.

Festgottesdienst zu 150 Jahre katholische Kirchen in Aalen mit Stehempfang am Sonntag, 20. November, 10 Uhr, in Salvator.

Aalen. Der Reigen von Feierlichkeiten zu 150 Jahre katholische Kirche in Aalen mündet am kommenden Sonntag, 20. November, um 10 Uhr in einen Festgottesdienst in der Salvatorkirche. Den zelebriert Domkapitular Heinz-Detlef Stäps gemeinsam mit Pfarrer Wolfgang Sedlmeier. Mehr als 100 Sängerinnen und Sänger aus vier Kirchenchören gestalten die Eucharistiefeier musikalisch aus, an die sich ein Stehempfang anschließt.

Pfarrer Wolfgang Sedlmeier und Roland Steinert gewählter Vorsitzende des Gesamtkirchengemeinderats, können ihre Freude nicht verhehlen. Das Festjahr ist fast zu Ende. Die fünf Gemeinden St. Bonifatius, St. Maria, Salvator, die italienische Gemeinde Maria Santissima Immacolata und die kroatische Gemeinde Blazeni Aloisius Stepinac feiern seit September mit unterschiedlichen Veranstaltungen das Jubiläum 150 Jahre katholische Kirche in Aalen. Jetzt stehen noch der Festgottesdienst am Sonntag auf dem Programm und das Patrozinium der italienischen Gemeinde am 11. Dezember. „Der Festgottesdienst ist der Höhepunkt“, betont Sedlmeier.

Blick auf die Geschichte

Der Pfarrer blickt zurück auf die Geschichte der Katholiken in Aalen. Er erinnert an den Augsburger Religionsfrieden und die Formel „Cuius regio, eius religio“ - wessen Land, dessen Religion, an den Reichsdeputationshauptschluss und die beginnende Säkularisation sowie daran, dass in den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts mehr und mehr Katholiken aus den ländlichen Gebieten in die aufstrebende Industriestadt Aalen strömten.

„1868 wurde als erste katholische Kirche die Marienkirche gebaut, St. Maria 1872 zur eigenständigen Pfarrei erhoben“, sagt Sedlmeier. Es folgten St. Bonifatius 1904, Salvator 1913 sowie die muttersprachlichen Gemeinden der Italiener und Kroaten in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Sedlmeier und Steinert machen aber auch deutlich, wo die Kirchengemeinde heute steht. Steinert nennt als wichtiges Pfund die Kinderbetreuung in den zehn Kitas unter katholischer Trägerschaft. Sedlmeier spricht unter anderem von der guten Ökumene und der Geschwisterlichkeit, von der Tradition der Sozialarbeit, von den Vinzentinerinnen, der Sozialstation und Nachbarschaftshilfe, aber auch davon, dass die Gemeinde auch Kulturträger mit ihren neuen Kirchen und drei Kapellen sei.

„Was wir feiern? Dass wir eine Gemeinschaft sind“, betont Pfarrer Sedlmeier. Die Gemeinschaft stabilisiere den Glauben, in ihr werde er lebendig. Auch am Sonntag bei der Eucharistiefeier. Zu der auch ehemalige Pfarrer kommen werden.

Festgottesdienst Sonntag, 20. November, 10 Uhr, in der Salvatorkirche mit Domkapitular Heinz-Detlef Stäps, Grußworten von OB Frederick Brütting und Dekan Ralf Drescher; anschließend ist Stehempfang.

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