Aalens Bürger für Inklusion sensibilisieren

Beirat von Menschen mit Behinderungen schärft seine Ziele.

Aalen. Jüngst hat der Beirat von Menschen mit Behinderungen im Kulturbahnhof seine Sitzung abgehalten. Der Fokus lag auf der Verabschiedung der neuen Geschäftsordnung des Beirats sowie auf der Wahl des Jugendgemeinderats.

Ziele geschärft

Der Beirat beschloss die neue Geschäftsordnung, in der er seine Ziele schärfte: Der Beirat vertritt die Interessen von Menschen mit Behinderungen gegenüber der Stadtverwaltung, deren Dienststellen, Einrichtungen, Betrieben sowie in der Öffentlichkeit. Als Fachgremium trägt er in seinen Stellungnahmen und Empfehlungen dazu bei, dass die Belange von Menschen mit Behinderungen in allen relevanten kommunalen Entscheidungsprozessen eingebunden und unter Abwägung aller Gegebenheiten berücksichtigt und umgesetzt werden. Das Gremium hat sich in einer verbindlichen Zusammensetzung formiert, so dass eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit Verwaltung und Gemeinderat erfolgen kann.

Die ehrenamtlichen Mitglieder des Beirats sollen zukünftig eine Aufwandsentschädigung für ihre Tätigkeit erhalten. Oberbürgermeister Frederick Brütting unterstützt die Vernetzung zum Gemeinderat sowie zur Stadtverwaltung. Die neue Geschäftsordnung wird im Januar dem Gemeinderat vorgestellt.

Die Mitglieder des Kultur-, Bildungs- und Finanzausschusses (KBFA) hätten die Tätigkeit des Beirats gelobt und ihm weitere Unterstützung in der Umsetzung der Inklusion zugesichert, wie in der Sitzung berichtet wurde.

Gesellschaftliche Akzeptanz

Im Dezember sei aus der Mitte des Beirats eine Arbeitsgruppe für die Öffentlichkeitsarbeit des Beirats eingerichtet worden. Im kommenden Jahr möchten Mitglieder der Arbeitsgruppe die Bürgerinnen und Bürger in Aalen für die Themen der Inklusion sensibilisieren, um eine gesellschaftliche Akzeptanz zu erreichen.

Zwei Sitze des neuen Aalener Jugendgemeinderates werden an Jugendlichen mit Behinderung oder mit besonderen inklusiven Erfahrungen vergeben. Hierfür wurde Michaela Sheytelman gewählt. Sie wird die Belange von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Behinderungen im Jugendgemeinderat vertreten. Aktuell ist noch ein Sitz für einen Vertreter oder eine Vertreterin mit Behinderung oder Inklusionserfahrung frei. Dieser Sitz soll in der nächsten Wahlperiode besetzt werden.

Im Anschluss fand eine Begehung des Kulturbahnhofes statt. Während der Bauphase war der Beirat in die Planung der Barrierefreiheit einbezogen worden. Im Gesamten wurde die Barrierefreiheit gut umgesetzt. An wenigen Stellen wird die Barrierefreiheit noch verbessert, so sollen kontrastreiche Beschilderungen angebracht werden.

Bei Fragen und Anregungen zur Inklusion können sich Bürgerinnen und Bürger Aalens an folgende E-Mailadresse wenden: inklusion@aalen.de.

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