Geistliches Wort in der Corona-Krise

Abschied nehmen

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Ein acht Meter langer Tisch, Brot und Wein, zwölf Personen und in der Mitte Jesus. So oder so ähnlich sehen Darstellungen des letzten Abendmahls aus.

Ein acht Meter langer Tisch, Brot und Wein, zwölf Personen und in der Mitte Jesus. So oder so ähnlich sehen Darstellungen des letzten Abendmahls aus. Ein letztes Mal sitzen sie zusammen, Jesus und sein engster Freundeskreis. Im Rückblick ist es ihr Abschiedsessen. Im Rückblick ist es ein ganz wesentlicher, ein sinnstiftender Moment für den Freundeskreis damals und für uns heute. Heute ist der Tag, an dem wir Christen dieses Ereignis vergegenwärtigen. Wir tun dies aber unter ganz besonderen Umständen, wohl wissend, dass Abschiednehmen heute ganz anders aussehen kann: Da lebt jemand in einem Pflegeheim, kann wegen der Pandemie nur wenig Besuch empfangen. Da ist wenig Raum für ein letztes gemeinsames Essen, eine fröhliche Runde und ein gutes Wort. Und am Ende bleibt eine Beerdigung mit einer Hand voll Personen - weil mehr nicht erlaubt sind. Das ist ein schwerer und schwer zu verkraftender Abschied. Für mich als Christ ist er ertragbar, weil Abschiednehmen "Adieu"-sagen meint und neben Gründonnerstag und Karfreitag auch Ostern mit im Blick hat. Adieu: "Gott befohlen". Tobias Kriegisch, Dekanatsreferent

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