Abseits des Beckens wird gearbeitet

  • Weitere
    schließen
+
Der Eingangsbereich des Heubacher Hallenbades ist erneuert worden. Derzeit plant die Verwaltung die weiteren Baumaßnahmen im Bad. Fehlen nur noch die Schwimmer, die wegen der Corona-Pandemie das Bad gerade nicht nutzen dürfen.
  • schließen

Die nächsten Schritte für die Sanierung des Heubacher Hallenbades werden geplant. Die Mitarbeiter des Bades kümmern sich um das Schulschwimmen – und machten das Freibad winterfest.

Heubach

Der Eingangsbereich des Heubacher Hallenbades ist neu gestaltet, die alte Lüftungsanlage auf dem Dach des Gebäudes wurde vor rund einem Jahr durch eine neue, leisere und leistungsfähigere Version ersetzt. "Seitdem hat sich keiner mehr beschwert", sagt Heubachs Bürgermeister Frederick Brütting. Nachbarn war der Lärm der alten Lüftungsanlage aus dem Jahr 1986 in den vergangenen Jahren zu laut gewesen, sie forderten deshalb eine neue Anlage. Das Gerät hätte zudem jederzeit endgültig kaputt gehen können. Dann hätte die Stadt das Hallenbad schließen müssen. Also kam ein neues Modell aufs Dach. In diesem Zuge wurde das Dach neu abgedichtet. Die Kosten beliefen sich auf rund 300 000 Euro.

Was aktuell passiert? Das Hallenbad ist aufgrund der Corona-Pandemie dicht. Das Freibad sowieso. Trotzdem geht was. Die beiden Fachangestellten für Bäderbetriebe kümmern sich im Hallenbad ums Schulschwimmen, das trotz Corona stattfindet. "Da muss die Technik laufen", sagt Brütting. Zudem werde die Beleuchtung nach und nach erneuert. Einer der beiden Mitarbeiter hilft bei Hausmeistertätigkeiten aus, sodass keiner in Kurzarbeit geschickt werden muss. Zudem hätten die Mitarbeiter der Bäder in diesem Jahr – coronabedingt – das Freibad gut in die Winterpause verabschieden können. Sie haben sich unter anderem um den Grünschnitt und Malerarbeiten am Gebäude gekümmert.

Ein sehr aufwendiges Verfahren.

Frederick Brütting Bürgermeister

Im März flatterte eine gute Nachricht ins Rathaus. Der Bund fördert die Sanierung des Hallenbades mit einem Zuschuss in Höhe von 800 000 Euro. "Das ist eine super Nachricht für die Schulen, Vereine und alle Badegäste in Heubach", freute sich der Bürgermeister damals. Nun ist die Verwaltung damit beschäftigt, den formellen Antrag für die Fördermittel zu stellen. "Ein sehr aufwendiges Verfahren", berichtet Brütting. Mit dem Geld sollen Filter, Chlorgasanlage, Pumpen und Leitungen ausgetauscht werden. Außerdem müssten Teile der Decke erneuert werden. Die hohe Luftfeuchtigkeit mache dieser zu schaffen. Dieser zweite Bauabschnitt ist für den Sommer 2021 geplant, wenn das Hallenbad ohnehin Pause macht. Im dritten Bauabschnitt, der 2022 folgen soll, werde dann beispielsweise das Schwimmbecken gerichtet. Derzeit sind Wasseroberfläche und Beckenrand nicht auf einer Höhe. Das greife die Fugen bei den Abflüssen an, erklärt Brütting. Bäder heutzutage würden so nicht mehr gebaut werden. Wasseroberfläche und Beckenrand sollen deshalb auf ein Niveau gebracht werden. Das Becken erhält einen Überlauf.

Die Sanierung in Etappen kostet etwa 2,26 Millionen Euro. Weil's keine große Generalsanierung gibt, sondern mehrere Baumaßnahmen, verteilt auf die kommenden zwei Jahre, muss das Bad nie für einen längeren Zeitraum komplett geschlossen werden. Neue Gasbrenner und ein Blockheizkraftwerk sind ins Hallenbad eingebaut worden. Die Duschräume samt der Wasserleitungen sind erneuert worden. Außerdem gab's neue Toiletten, neue Spinde und eine behindertengerechte Dusche. Jetzt hoffen alle auf eine baldige Wiedereröffnung des Bades, wenn es die Coronalage zulässt.

Zurück zur Übersicht: Aalen

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL