Alfa im Herzen: Giovanni D'Onofrio ist 80

  • Weitere
    schließen
+
Giovanni D'Onofrio
  • schließen

Ein Koffer voller Träume - die Erfolgsgeschichte des Autohaus-Gründers

Aalen-Oberalfingen. Seit 50 Jahren ist sein Name untrennbar mit der Automarke verbunden, für die sein italienisch-schwäbisches Herz schlägt: Giovanni D'Onofrio, Gründer des Autohauses im Letten, feiert an diesem Donnerstag seinen 80. Geburtstag.

1962 begann die Erfolgsgeschichte des Selfmade-Unternehmers, die sich wie die Vorlage für einen Kinofilm liest. Mit 17 Jahren hat der Landwirtssohn aus dem Dorf Colletorto im „Stiefel“ Italiens sein Elternhaus verlassen. Mit einem Koffer voller Träume kam er in Mailand an, wo er als Kellner sein erstes Geld hinter der Theke eines Restaurants verdiente.

Dreieinhalb Jahre später machte sich der damals 21-Jährige auf den Weg nach Deutschland. Mit einem Pappkoffer, seiner Arbeitsgenehmigung und viel Enthusiasmus. In Arbeitsstiefeln und mit der Schaufel in der Hand schuftete er als „Mann fürs Grobe“ zunächst für eine Baufirma im Stuttgarter Raum, bevor er zur Firma Alfing nach Wasseralfingen wechselte. Worauf der Jubilar stolz ist: „Siebeneinhalb Jahre habe ich dort als Dreher, Bohrer und Fräser gearbeitet ohne eine Schulung absolviert zu haben. Ich habe einfach alles aufgenommen, was wichtig und gut war.“

Der Ursprung für ein selbstbestimmtes Geschäftsmodell war ein alter VW, den D'Onofrio gemeinsam mit seinem Freund Domenico Apostoli in 400 Arbeitsstunden restaurierte, um ihn für 500 DM zu verkaufen. Ankauf und Reparatur weiterer Gebrauchtwagen folgten. Der Gewinn aus dem Verkauf wurde regelmäßig reinvestiert. 1967 eröffnete D'Onofrio eine kleine Autowerkstatt in einem Bauernhof in Wasseralfingen-Brausenried.

Dort lernte er auch seine Frau Ida kennen. „In Brausenried wohne ich jetzt noch. Es ist die schönste Stelle im Ostalbkreis“, schwärmt der schwäbische Unternehmer mit italienischem Herzblut. Seinen Traum vom eigenen großen Autohaus hat er sich 1977 mit dem Bau des Firmengebäudes „Im Letten“ in Oberalfingen erfüllt. Heute noch ist der Seniorchef fast täglich anzutreffen in seinem Betrieb, der nicht nur Servicepartner von Alfa, sondern auch von Fiat und Suzuki ist. „Ich habe damals mit minus Null angefangen. Und heute sind wir als das drittälteste Aalener Autohaus erfolgreich und schauen optimistisch in die Zukunft“. Giovanni D'Onofrio hat neben seiner Schwäche für Alfa Romeo noch ein weiteres Faible: Der Jubilar genießt es, auf seiner Honda 1000 durch die warme Sommerluft zu brausen.

Um die Zukunft ist ihm nicht bange: Die Geschäftsführung hat der Jubilar vor einigen Jahren seinem Sohn Sandro übergeben. Und seine geliebten Enkel Luca und Fabio (11 und 14) packen schon mal mit an. „Ganz toll“, freut sich der „Nonno“, der Großvater. Ulrike Wilpert

Zurück zur Übersicht: Aalen

WEITERE ARTIKEL