Geistliches Wort in der Corona-Krise

Alles bleibt anders

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Die Fastenzeit ist für viele Menschen eine Zeit, in der sie innehalten und bewusst verzichten. Sie tun das freiwillig, um sich mancher Lasten zu entledigen.

Die Fastenzeit ist für viele Menschen eine Zeit, in der sie innehalten und bewusst verzichten. Sie tun das freiwillig, um sich mancher Lasten zu entledigen. Sie tun dies aber auch, um zu merken, wo sie sich möglicherweise gefangen sehen, in der Fülle des alltäglichen Geschäfts, die Vielfalt der Begegnungen und manch anderem mehr. In diesem Jahr kommt freilich eine ganz andere Erfahrung dazu: nicht der freiwillige und bewusste Verzicht, sondern die von außen angeordnete Einschränkung des Lebens in vielen Bereichen. Der Seele tut das auf Dauer nicht gut. Sie kann sich unter Zwang nicht wirklich entfalten. Auch wenn es dazu in Pandemiezeiten offenbar keine Alternative gibt. Und so gehe ich dem Osterfest mit sehr gemischten Gefühlen entgegen. Und dabei denke ich an das schöne Wort Jesu aus der Bergpredigt: "Seht die Vögel unter dem Himmel an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. […] Darum sorgt nicht für morgen, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Plage hat. Dekan Ralf Drescher

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