Auch bei der Fahrradtour gelten Promillegrenzen

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Aalen. Am „Vatertag“ sind viele mit Promille unterwegs. Das gilt es dabei zu beachten: Zu Fuß ist praktisch alles erlaubt, was nicht die Sicherheit und die öffentliche Ordnung gefährdet. Biervorräte auf dem Bollerwagen zu ziehen und vielleicht ein lustiges Lied dazu zu singen - kein Problem, wenn man sich an die derzeitigen Corona-Regeln hält: ein Haushalt plus eine weitere Person.

Sieht also nach Wanderung in der Kleingruppe aus.
Zu Fuß gibt’s keine Promillegrenze, aber natürlich kann man auch auf Schusters Rappen einen Unfall verursachen. Wer etwa betrunken in die Fahrbahn torkelt und bei einem Unfall Unbeteiligte zu Schaden kommen, muss für die Folgen haften.
Was viele nicht wissen: Auf dem Fahrrad existieren Promillegrenzen: Bei einem Unfall oder „alkoholtypischen Ausfallerscheinungen“ droht auch auf dem Stahlross ab 0,3 Promille ein Fahrverbot. Man kann also durchaus auch den Führerschein verlieren und gesperrt werden, wenn man betrunken mit dem Bike unterwegs ist. Paragraf 316 Strafgesetzbuch (StGB) wird auf alle angewandt, die „infolge des Genusses alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel nicht in der Lage sind, ein Fahrzeug sicher im Verkehr zu führen“. Auch der Drahtesel gilt in diesem Sinne als Fahrzeug.
Die Grenze zur absoluten Fahruntüchtigkeit liegt beim Fahrrad bei 1,6 Promille. Beim Kraftfahrzeug liegt diese Grenze bei 1,1 Promille. Ab 0,5 Promille darf man nicht mehr fahren und ebenfalls ab 0,3 Promille droht ein Fahrverbot, wenn man einen Unfall verursacht, zum Beispiel.
Achtung Fahranfänger: Während der zweijährigen Probezeit nach bestandener Fahrprüfung und für alle Fahrer und Fahrerinnen bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres gilt absolutes Alkoholverbot am Steuer. Verstöße werden mit mindestens 250 Euro und einem Punkt in Flensburg bestraft. Außerdem wird die Probezeit verlängert und eine Nachschulung ist fällig. mam

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