Auf Tuchfühlung mit Röttgen, Merz und Braun

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Heike Brucker im Konrad-Adenauer-Haus zusammen mit Norbert Röttgen, im Hintergrund Helge Braun.
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Heike Brucker aus Aalen war in Berlin dabei, als sich die drei Bewerber für den CDU-Vorsitz Mitgliederfragen stellten.

Aalen/Berlin. Es war ein ganz kleiner Teil nur der insgesamt 400 000 CDU-Mitglieder, die dabei sein durften. Dabei, als sich Norbert Röttgen, Friedrich Merz und Helge Braun, die drei Bewerber um den CDU-Vorsitz, gemeinsam den Fragen der Basis gestellt haben. Denn die CDU ist auf der Suche nach jemand, der den Vorsitz übernimmt – und das soll über eine Mitgliederbefragung geschehen. Bislang haben sich die drei Bewerber jeweils getrennt und jeweils mit ihren Teams vorgestellt.

Richtig und wichtig

Jetzt hatten die zuvor handverlesenen Mitglieder im Konrad-Adenauer-Haus die Möglichkeit, den Bewerbern Fragen zu stellen - Heike Brucker (40), die stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende, war dazu eingeladen worden – und noch 24 weitere Mitglieder aus ganz Deutschland. Sie findet es „richtig und wichtig, dass die Mitglieder den Parteivorsitzenden wählen“, deshalb habe sie sich gefreut, dass sie mit dabei sein konnte in Berlin, sagte Heike Brucker am Donnerstag. Denn die Mitglieder müssten mehr einbezogen werden – nicht nur bei Personalfragen, sondern auch bei Themen.

Wie es dazu kam, dass sie ausgewählt wurde, das erklärt Brucker so: Die Mitglieder waren im Vorfeld der Veranstaltung aufgerufen worden, Fragen einzureichen, die den Kandidaten gestellt werden sollen. Ein Orga-Team habe dann Fragen ausgesucht – und die entsprechenden Mitglieder nach Berlin ins Konrad-Adenauer-Haus eingeladen, diese Frage direkt zu platzieren an die drei Bewerber.

Noch nicht entschieden

Wie es der künftige Vorsitzende schaffen wolle, dass die CDU in der Kommunalpolitik weiter stark bleibt, das war die Frage, die Heike Brucker eingereicht hatte und wegen der sie nach Berlin eingeladen wurde. Dass sie diese dann doch nicht während der 90-minütigen Liveübertragung habe stellen können, sei ein Zeitproblem gewesen. Die Moderatorin habe zu wenig eingegriffen, so sei die Zeit etwas davongelaufen. Sie habe ihre Frage aber im Anschluss an die Männer bringen können. Am besten und intensivsten habe sich Norbert Röttgen mit dem Thema beschäftigt und erklärt, wie er die die Strukturen vor Ort stärken möchte.

Entschieden, für wen sie in der jetzt folgenden Wahl stimmen werde, habe sie aber noch nicht, sagt Brucker. Es sei sogar eher schwieriger geworden nach Berlin. Merz habe sie überzeugt beim Thema Bildung, Röttgen mit der Aussage, dass Klimaschutz das Thema der CDU sein müsse – auch habe er das stärkste Schlussstatement abgegeben.

Nicht überzeugt hat Braun

Nicht überzeugt habe sie hingegen Helge Braun. Der sei eher sachlich und auch durchaus sympathisch. Sie hält ihn aber nicht für den Mann, „der vor tausenden Menschen eine mitreißende Rede halten kann“.

Den Abend insgesamt habe sie in guter Erinnerung, sie habe viele gute Gespräche geführt – mit anderen Mitgliedern, aber auch mit den Kandidaten – und sie habe „viele Handynummern ausgetauscht“.

Und so geht’s weiter bei der CDU: Der erste Wahlgang läuft von 4. Dezember bis 16. Dezember, ein möglicher zweiter Wahlgang von 29. Dezember bis 12. Januar. Gekürt wird der nächste CDU-Chef dann auf dem Parteitag vom 21. Bis 22. Januar in Hannover.

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