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Augen zu und durch!

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ulrike wilpert

Ulrike Wilpert über eine gute Entscheidung des Gemeinderats.

Zugegeben: 53,55 Millionen Euro für ein Bad - das ist schon eine Nummer. Aber ganz ehrlich: Wer am Kombibad für die Stadt Aalen den Rotstift ansetzen will, der tut sich trefflich schwer. Denn: So ein Bad ist eben nicht nur Herzstück der Freizeitkultur, ist eben nicht nur sozialer Treff und Erholungsoase. Sondern ist vor allem auch Sportstätte für Vereine und ist Schwimmschule. Ja, Schwimmen steht im Bildungsplan der Schulen. Damit sich Freizeit- Schul- und Sportschwimmer aber nicht gegenseitig in die Quere kommen, braucht es ausreichend Platz, konkret: genügend Wasserfläche und Becken. Deshalb: Schwimmbahnen zu streichen oder gar auf das Lehrschwimmbecken zu verzichten, wäre verantwortungslos. Gegenüber den Vereinsschwimmerinnen und -schwimmern der Stadt. Und gegenüber den Kindern, die in den Pandemiemonaten ohnehin kaum noch oder gar nicht schwimmen gelernt haben. Dass die Gemeinderatsmehrheit trotz Verteuerung das bereits beschlossene Kombibad nicht auf den Rumpf zusammensparen will, ist lobenswert und ein positives Signal für die Sportstadt Aalen. Im Gegenzug verspricht bei den anstehenden Haushaltsberatungen die Suche nach Einsparpotenzial spannend zu werden. Der Steg übers Stadtoval wird sicher erneut Thema.

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