Ausstellung „Das Alter in der Karikatur“ eröffnet

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Bis zum 31. Juli ist die Wanderausstellung „Das Alter in Karikaturen“ in der Rathausgalerie zu sehen.
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Humoristisches und Hintersinniges in der Wanderausstellung in der Rathaus-Galerie.

Aalen. Opa steht mit seinem Heiligsblechle in der Schlange. „Cool Opa, Du hast schon mehr als fünf Follower“, sagt der Enkel. „Ich hab mich noch nie so jung gefühlt“, schwelgt der Ehemann und die bessere Hälfte kontert: „Das ist Altersblödsinn.“ Und ein ganz Harter ist der „Rentner for future“, wenn er skandiert: „Die Jugend ist unser Unglück.“ Das sind nur einige Bildunterschriften der wunderbar komischen und gleichsam hintersinnigen Karikaturen, die in der bis 31. Juli geöffneten Wanderausstellung in der Rathaus-Galerie zu sehen sind. Die Ideengeberin und Kuratorin Dr. Franziska Polanski machte bei der Vernissage in einer Online-Zuschaltung Lust und Laune auf die Meister der komischen Kunst wie Gerhard Haderer, Franziska Becker, Gerhard Glück oder Hans Traxler. Lust haben die zahlreichen Vernissage-Besucher aber bereits beim Rundgang verspürt, nachdem die Band „Unterbrecher-Syndikat“ mit Matthias Kehrle, Markus Braun, Norbert Botschek und Rolf Siedler das musikalische Opening intoniert hatten.

Anne Klöcker vom Theater der Stadt Aalen gibt einen treffenden Impuls für das Thema Altern und Älterwerden - eben ein Thema, mit dem sich der 50- wie der 90-Jährige beschäftigt. Mit anderen Worten: „Alter Sack“ oder „älterer Jung-Dynamiker? Oder wie eine Besucherin meinte: „Man ist so alt, wie man sich jung fühlt.“ Schön, jeder kann sich nach eigenem Gusto und nach eigener Lebenseinstellung in den Karikaturen wiederfinden, deren Hintersinnigkeit mitunter erst auf den zweiten Blick ins Auge sticht. Bürgermeister Karl-Heinz Ehrmann stellt in seiner Begrüßung fest, dass in 15 Jahren knapp ein Drittel der Bewohner in Aalen über 60 Jahre alt sein werden. „Die demografische Wandlung ist auch für die Stadtverwaltung eine große Herausforderung“, fügt er hinzu. Man wolle Konzepte und Entwicklungsprozesse in Gang setzen für „Gut leben und älter werden in Aalen“. Und älter werden kann sogar zur Liebeserklärung mutieren: „Niemand welkt so schön wie Du“, sagt der Gatte in einer Karikatur zu seiner blumigen Ehefrau. 

Bei der Wanderausstellung handelt es sich um eine Kooperationsveranstaltung der Stadt Aalen mit der katholischen Erwachsenenbildung Ostalbkreis – geöffnet bis 31. Juli zu den allgemeinen Öffnungszeiten des Rathauses.

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