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Bärlauch: ein Klimakiller?

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Grün, lecker und gesund: Jetzt ist wieder Bärlauchzeit.

Jürgen Steck über ein ganz spezielles schwäbisches Superfood

In der Mode-Küche ist ja gern und viel von sogenanntem "Superfood" die Rede, also von Lebensmitteln aus meist exotischen Ländern, denen meist sagenhafte Eigenschaften nachgesagt werden, weswegen sie meist nicht minder sagenhafte Preise erzielen. Schwäbisches Superfood ist auf jeden Fall der Bärlauch, den es jetzt "für umsonst" in heimischen Wäldern gibt – und der, bitte aufpassen, nicht mit den Maiglöckchen verwechselt werden sollte. Bärlauch, so sagen zumindest viele Experten, wirke entgiftend, antimikrobiell und kreislauffördernd. Anscheinend soll er auch als Antihypertonikum eingesetzt werden können, also den Blutdruck senkend. Ich finde: Er schmeckt einfach lecker, egal, ob zu Pesto, im Kräuterquark oder in Knödeln verarbeitet. Inwiefern die oben genannten medizinischen Eigenschaften tatsächlich auf den Genuss von Bärlauch zurückzuführen sind, das weiß ich nicht. Bei einer, bislang nicht genannten Eigenschaft, da bin ich mir sicher, das stimmt: dass Bärlauch die Verdauung fördert. Das hat ein heroischer Selbsttest am vergangenen Wochenende ergeben. Da wird schon ordentlich Methan produziert im Gedärm nach dem Verzehr so eines kleinen Bärlauchsüppchens. Ich weigere mich dennoch, Bärlauch als Klimakiller zu bezeichnen.

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