Bahnwärterhäuschen geht an Aalener Unternehmer Andreas Seydelmann

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Bauherr Andreas Seydelmann im Gespräch mit Besuchern am Tag des Denkmals. Seydelmann hat jetzt das ehemalige Bahnwärthäuschen gekauft und plant dort ein Café. (Archivbild)

Welche gastronomischen Pläne der Käufer mit dem ehemaligen Bahnwärterhäuschen an der Burgstallstraße hat. 

Aalen. Jetzt ist raus, an wen das ehemalige Bahnwärterhäuschen an der Burgstallstraße 4 gegangen ist. Der Aalener Gemeinderat hat in der September-Sitzung dessen Verkauf beschlossen. Jetzt informiert die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung, dass es sich bei dem Käufer um den Aalener Unternehmer Andreas Seydelmann handele. An die öffentliche Ausschreibung für einen Erwerb des Gebäudes hatten Stadt und Gemeinderat den Erhalt sowie ein tragfähiges und stimmiges Nutzungskonzept geknüpft. Das Häuschen liegt unmittelbar am neuen Fuß- und Radweg entlang des Kochers. Im Zuge der Renaturierung des Gewässers und seiner Uferböschungen soll auch das idyllische Gelände rund um das ehemalige Bahnwärterhäuschen, für Radler, Fußgänger und Erholungssuchende zugänglich und erlebbar gemacht werden. Dies soll gleichermaßen für das ortsbildprägende Häuschen gelten, so hatte es der Gemeinderat beschlossen. Auch nach dem Verkauf soll der Zugang für die Öffentlichkeit möglich sein und nicht nur auf einen bestimmten Personenkreis beschränkt bleiben. Deshalb war eine reine Nutzung als Wohn- oder Ferienhaus von vornherein ausgeschlossen.

An den Verkauf des historischen Gebäudes ist die Bedingung einer gastronomischen Nutzung als Café oder Gaststätte gebunden, andernfalls hat sich die Stadt ein Wiederkaufsrecht auf zehn Jahre gesichert. Aus insgesamt 16 Bewerbungen hat sich der Gemeinderat für das Konzept Seydelmanns entschieden, der aktuell auch das ehemalige Gasthaus „Zum Lamm“ in der Reichsstädter Straße denkmalgerecht saniert. Die Pressemitteilung der Stadt zitiert Andreas Sedyelmann so:  „Das Bahnwärterhäuschen steht für die spannende Industriegeschichte am Standort Aalen-Süd in unmittelbarer Nachbarschaft zu unserem Unternehmen, das seit Ende des 19. Jahrhunderts hier angesiedelt ist“. Ihm sei es ein wichtiges Anliegen, dass das Bahnwärterhäuschen als ein Zeugnis Aalener Geschichte erhalten, und denkmalgerecht saniert wird und eine neue, geeignete Nutzung finde.

Seydelmann erwirbt das Gebäude und rund 260 Quadratmeter Grund laut Stadt zum Preis von 92.000 Euro. Nach Abschluss der Sanierung plane er der Mitteilung zufolge eine Nutzung als Café, Bäckerei oder Sandwich-Laden, wobei er aufgrund der Gebäudegröße an eine Außengastronomie oder Take-Away-Imbiss für Kaffee und Speisen denke. In der Pressemitteilung sagt er: „Ich habe gute Erfahrungen mit der Vermietung von Gastroflächen, gerade mit kleinen Nutzflächen, gemacht. Insbesondere, wenn sie ein pfiffiges und modernes Konzept entwickelt haben. Der Standort, direkt am Kocher, biete sich sehr gut für eine Außengastronomie an, so Seydelmann, da Kunden, Besucher und Nutzer des Gebäudes Wasser und die Natur unmittelbar erleben könnten. Deswegen sei auch geplant, am Kocherufer eine Plattform als Terrasse zu bauen.

Es gebe laut Seydelmann bisher in Aalen wenig Vergleichbares, das so schön am Kocher liege. Die Renaturierung werte den Standort noch mehr auf.

Im Februar wurde das alte Bahnwärterhäuschen an der Walkstraße freigelegt.
Das alte Bahnwärterhäuschen an der Walkstraße.
Im Februar wurde das alte Bahnwärterhäuschen an der Walkstraße freigelegt.

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