Benjamin Sezgins „Benizzas“: fluffig in 80 Sekunden

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Im Aladin in Unterkochen schmeckt´s.
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Im „Aladin“ backt der 31-Jährige Pizzen neapolitanischer Art. Wie's dazu kam und was ihm bei diesen Eigenkreationen wichtig ist.

Aalen-Unterkochen. Schnipp, schnapp, zweimal in der Mitte mit der Schere durchgeschnitten, einmal mit der Hand in der Mitte gefaltet und schon kann die „Benizza“ direkt von dieser Hand in den Mund wandern. „Benizza", so nennt Benjamin Sezgin seine Pizza-Eigenkreationen neapolitanischer Art. Seit drei Monaten gibt es diese in Unterkochen im Imbiss „Aladin“. Der ist freilich ein wenig mehr als nur ein Stehimbiss. Rund 25 Gäste finden hier Platz. Fast schon ein kleines Restaurant. Dort steht hinter dem Tresen und vor dem Pizzaofen der 31-jährige Sezgin, der auch als Bundesliga-Ringer bekannt ist. Nun macht er sich, unterstützt von seinem Team und der ganzen Familie, auch als Pizzaspezialist langsam, aber sicher einen Namen. „Das muss man sich ja Step by Step erarbeiten“, sagt er.

Sezgin geht es mit seiner „Benizza“ - deren Namen, man ahnt es, sich aus Benjamin und Pizza zusammensetzt - vor allem auch um Bekömmlichkeit. „Ich wollte, dass der Teig sehr fluffig ist und man sich hinterher nicht so voll fühlt“, erklärt der „Benizza“-Macher. „Man soll sich ja wohlfühlen nach dem Essen.“ Also machte er sich auch auf Anraten seiner Schwester, der Kochbuch-Autorin Serayi Degerli-Sezgin, ans Werk. Belegte zunächst einen Kurs übers Backen neapolitanischer Pizzen. Der ihn allerdings nicht hundertprozentig überzeugte. Also forschte Sezgin selbst weiter nach. Ging zu verschiedenen Bäckern, tüftelte zu Hause am für ihn perfekten Teig.

Der ist nun superdünn, weich statt knusprig und mit einem dicken, luftigen Rand - ein Hauptmerkmal einer neapolitanischen Pizza. Allerdings seien die Kriterien dafür so streng, dass Sezgin lieber bei der Bezeichnung „Pizza neapolitanischer Art“ bleibt, wie er sagt. Und weil diese ebenso weich ist, gibt es eine Schere gleich mit zum Besteck. Wobei man die „Benizza“ am besten einfach mit der Hand isst.

Nur 80 Sekunden im Ofen

„Die Benizzas sind alle meine eigenen Kreationen“, sagt Benjamin Sezgin nicht ohne Stolz, während er die „Vegana“ mit Basilikumpesto, Artischocken, Aubergine, Knoblauch, frischen Tomaten auf Wunsch auf vegetarische statt vegane Art mit ein wenig Mozzarella vorbereitet. „Das Basilikumpesto mache ich selber“, fügt er an. Nicht mit Pinienkernen, sondern Pistazien. Als alle Zutaten auf der Pizza sind, schiebt er diese flink in den Spezialofen für neapolitanische Pizza. Bis zu 450 Grad kann dieser heiß werden. Es dauert keine 10 Sekunden, da sieht man den Teigrand auch schon aufgehen. „Meine Pizza dauert rund 80 Sekunden“, sagt Sezgin. Eine herkömmliche brauche rund vier Minuten. Frische Zutaten, die sind ihm wichtig. Das frische Basilikum - oft mit auf der „Benizza“ - sei immer Bio, weil es auch einfach viel besser schmecke.

Kunden, die es wissen müssen, stimmen da zu. „Wir sind hier viel hier, weil es für uns hier die beste Pizza gibt“, sagt Kundin Tamara Koller, gebürtige Italienerin. Der Belag sei nicht 08/15, der Teig so, wie sie ihn liebe. Sezgins Pizza werde nur geschlagen von der ihrer Mutter. Mehr Lob geht dann wohl kaum.

Gut zu wissen: Was das „Aladin“ seinen Gästen bietet

Beliebt: „Benizzas“, ab 12,90 Euro. Das Schmankerl: Benizza „Rosée“ mit Ricotta-Aufstrich, Mozzarella, Oliven, gebackener Zuccini, Schinken, Pistazien und frischem Basilikum.Das teuerste Gericht: Benizza „Fitness“ mit Tomaten, Ricotta-Aufstrich, Lachs, Paprika, Knoblauch, Zucchini, Hirtenkäse, Olivenöl und frischem Basilikum: 13,90 Euro. Günstigstes Gericht: Schüler-Döner 4,50 Euro. Sitzplätze: 25 Öffnungszeiten: Montag bis Samstag, 11.15 bis 21.30 Uhr, Sonn- und Feiertage: 12 bis 21.30 Uhr. Firmen-Lieferservice auf Vorbestellung am Tag zuvor. Tel: (07361) 5269 93.

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Die Benizza "Fitness" gibt es im Aladin Unterkochen.
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