Neues vom Spion

Besondere Probleme

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Müll ist ein Problem. Im Besonderen und im Speziellen: Besonders in der Öffentlichkeit und speziell beim Erdaushub, erfuhr der Spion in der jüngsten Kreistagssitzung.

Müll ist ein Problem. Im Besonderen und im Speziellen: Besonders in der Öffentlichkeit und speziell beim Erdaushub, erfuhr der Spion in der jüngsten Kreistagssitzung. Sie ahnen es bereits – es ging um Müll in seiner ganzen bunten Ostalb-Vielfalt. Schwarze Mülltonnen und -säcke, braune Biobeutel, gelbe Säcke, blaue Tonnen, Grünabfalltonnen. Besonders an den Glascontainern sei die Vermüllung ein Problem, hieß es da. Der Landkreis bemüht sich mit Ideen, dies in den Griff zu bekommen, Kreisräte diskutierten engagiert mit. Müll geht schließlich jeden an. Auch Georg Ruf (CDU) meldete sich zur Wort und machte auf ein spezielles Müllproblem aufmerksam. Die seiner Ansicht nach explodierenden Kosten bei der Erdaushub-Entsorgung im Wohnungsbau. Jetzt ist die Erdaushub-Entsorgung nicht gerade das Spezialgebiet der GOA, die knapp zur Hälfte dem Ostalbkreis gehört. Für Erdaushub dieser Größenordnung sind vor allem private Deponien zuständig. Aber jetzt ist Georg Ruf nicht nur Kreisrat, sondern auch hauptamtlicher Vorstand der Kreisbau Ostalb. Und die hat nicht nur den Kreis und die Ostalb im Namen, sondern auch Landrat Klaus Pavel im Aufsichtsrat. Ob jetzt der Kreisrat Ruf oder der Kreisbauchef Ruf gesprochen hat, ist dem Spion nicht ganz klar. Aber so oder so war es ja dann doch ein Kreisthema. Allerdings ein sehr spezielles.

Speziell und besonders zu sein, sagt man auch den Unterkochenern nach. In der vergangenen Gemeinderatssitzung hat ein Vertreter dieser Ortschaft alle Erwartungen wieder voll erfüllt. Alexander Asbrock von den Grünen knüpfte an die Diskussion aus dem Ausschuss an, ob der Ort nun Dorf oder Stadt sei. "Wenn man in Unterkochen in der Fußgängerzone zum Einkaufen geht, dann sagen die Leute: ‘ich geh‘ ins Dorf'", führte er aus. Das zeige eindrücklich, wie die Unterkochenerinnen und Unterkochener ihren Ort sehen – nämlich nicht als Vorstadt oder gar Stadt. Asbrock fügte in Richtung Oberbürgermeister an: "Wenn Ihnen es unmöglich sein sollte, dies nachzuempfinden, ist das gar nicht schlimm. Dafür haben Sie ja mich – ich erkläre Ihnen die Unterkochener Volksseele gerne – wenn nötig auch immer und immer wieder." Der Spion freut sich schon drauf.

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