Guten Morgen:

„Best Ager“ kann wehtun

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ulrike wilpert

Ulrike Wilpert über die jugendlich leichten Beine einer Ü-50-Jährigen.

Noch nie waren die Ü-50-Jährigen so jung wie heute. So zumindest steht es in den einschlägigen Frauen-Gazetten, die sie immer wieder beim Frisör-Besuch in den Händen hält. Dass es dort in letzter Zeit jedes Mal mindestens eine halbe Stunde länger braucht, bis auch die letzte Strähne ihres verdächtig ergrauten Ansatzes endlich wieder in jugendlichem Blond erstrahlt - geschenkt. Das miese Gefühl schüttelt sie aus ihrem Kopf, wenn sie dann mit juvenil erblondetem Schopf und den vermeintlich leichten Beinen eines Teenagers über die Türschwelle wieder ins Freie hüpft. Soweit die Illusion. Die Realität ist - wie so oft - schmerzhaft. Die Brille in der Tasche, die Stufe übersehen - und schon liegt sie da mit eingeklemmtem Nerv im Rücken. Best Ager, Golden Ager, egal. Da helfen auch keine schönenden Kunstworte mehr. Sondern nur ein Schmerzgel mit echter „Love Brand“. Sie vermutet: Beliebt vor allem beim Patientenkreis ab 50 plus.

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