BI will Entlastung für Unterkochen - jetzt

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An dieser Kreuzung in Unterkochen soll ein Kreisverkehr entstehen, was umstritten ist. Der Gemeinderat hat den Auslegungsbeschluss für einen Bebauungsplan an der Stelle beschlossen. Das ist ein Schritt in Richtung Kreisel, aber noch keine Entscheidung für den Kreisel.

Die Bürgerinitiative „Albaufstieg Südzubringer“ meldet sich zu Wort.

Aalen-Unterkochen. Die Unterkochener Bürgerinitiative (BI) „Albaufstieg Südzubringer“ hat sich mit der Entscheidung des Aalener Gemeinderates zum Bau eines Kreisverkehrs in Unterkochen und dessen Auswirkungen auseinandergesetzt - und bewertet diese kritisch.

Mit der kommunalpolitischen Entscheidung zum Bau eines „überdimensionierten Kreisels von mehr als 38 Meter Durchmesser“ im Kreuzungsbereich Heidenheimer / Ebnater Straße in Unterkochen sei „Tür und Tor zum Einstieg und damit zum Bau als Autobahnzubringer zur A 7 über die Ebnater Steige geöffnet worden“, heißt es in einer Mitteilung der BI. Deren Sprecher, Karl Maier und Guntram Kottwitz, können diese Entscheidung „weder nachvollziehen, geschweige befürworten oder akzeptieren“.

Denn wenn in der Sitzungsvorlage zum Kreiselbau stehe, die Stadt Aalen möchte als „Vorabmaßnahme den Kreiselbau realisieren“, dann, so Maier und Kottwitz, „schrillen bei den BI-Vorkämpfer die Alarmglocken“. Und sie befürchten, „nachdem das Linienfestlegungsverfahren seit Wochen abgeschlossen und andere Planungen seien, dass der Ausbau der Ebnater Steige, der L 1084, als Autobahnzubringer von der Tallage zur A 7 „längst als Beschlussvorlage in der obersten Schublade liegt“. Maier und Kottwitz: „Und so fragen wir als BI: Warum werden die möglichen Bau- und Trassenvarianten „nicht längst veröffentlicht und der Bürgerschaft vorgestellt?“ Erhärtet werde die Vermutung und Sorge zum Ausbau auch dadurch, dass aus dem Bundesministerium für Verkehr vermeldet worden sei, dass nach Fertigstellung der Ortsumfahrung Ebnat der Abschnitt L 1084 Ebnater Steige zur Bundesstraße B 29a aufgestuft werden kann und soll. Und nicht zu übersehen sei zudem laut Karl Maier von der BI, „dass im Bundesverkehrswegeplan 2030 von über 100 Maßnahmen in Baden-Württemberg die Ebnater Steige zum Ausbau als städtebaulich hoch eingestuft ist“. Dabei leide Unterkochen vergleichsweise „wie kein anderer Stadtbezirk oder keine andere Gemeinde schmerzlich jeden Tag an einer verkehrlichen Blechlawine“. Maier listet fünf Straßenzüge B 19 mit rund 28 000 Fahrzeugen in 24 Stunden sowie die Ebnater Steige mit über 14 000 Fahrzeugen in 24 Stunden sowie die Heidenheimer/Aalener Straße K 3292 bzw. K 3332 mit 5000 bis 6000 Fahrzeugen in 24 Stunden sowie der Waldhäuser Steige auf. Der Ort sei „umzüngelt und belastet“.

Schwerlastfeger soll weg

Bei den Mitgliedern und Mitstreitern für eine ortsentfernte Trasse - einer Ortsumfahrung Unterkochens - erhärte sich „immer mehr der Eindruck, dass die Schere zwischen dem, was die Politik macht und dem, was der gemeine Bürger braucht und möchte, weit auseinandergeht“. Karl Maier und Guntram Kottwitz bezeichnen sich als jahrzehntelange Kämpfer in dieser Sache und sind überzeugt davon, „dass die Unterkochener Bürgerschaft weder heute noch morgen in die Röhre schauen wollen und strikt gegen einen Autobahnausbau Ebnater Steige wollen und sind“. Notwendig sei zur Stunde vielmehr „eine gemeinsame zielorientierte Verkehrspolitik“ mit dem Ziel einer spürbaren Verkehrsentlastung Unterkochens, für mehr Nachhaltigkeit und Lebensqualität „jetzt und für die Zukunft“, sowohl für die heutige wie für die kommende Generation erkennbar und verantwortbar ist. Ein erster und sofort möglicher Entlastungsschritt für die Bürgerschaft wäre es nach Ansicht von Maier und Kottwitz, „den Schwerlastverkehr von der Ebnater Steige herunter zu nehmen sowie die über 700 Sondergenehmigungen terminlich auslaufen zu lassen“.

Für die BI und ihre Mitstreiter gelte zur Stunde „mehr denn je, dass politisches Handeln und verkehrliche Entlastung heute und nicht erst am erst am Sankt Nimmerleinstag zwingend geboten erscheint“.

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