Geistliches Wort in der Corona-Krise

Blaue Augen und Gottvertrauen

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Aalen. Ihr Antlitz war pure Freude. Ich traf Marie vor über 20 Jahren auf dem Jakobsweg: "Meine Ärzte sagten, sie könnten nichts mehr für mich tun.

Aalen. Ihr Antlitz war pure Freude. Ich traf Marie vor über 20 Jahren auf dem Jakobsweg: "Meine Ärzte sagten, sie könnten nichts mehr für mich tun. Ich kam auf die Sterbe-Station. Das war vor einem halben Jahr! Und jetzt bin ich schon 500 Kilometer auf dem Jakobsweg unterwegs." Wie sie gesund geworden ist? "Auf dieser Station ging hing eine Liste aus mit allen Patienten und täglich waren zwei oder drei Namen frisch durchgestrichen. Als ich genauer hinsah, bemerkte ich weitere Spalten hinter den Namen und drüber stand: Urin, Stuhlgang, Waschen, Ernähren, Schlafen. Plötzlich wurde mir klar: Das kann ich ja alles noch! In diesem Moment bin ich wieder gesund geworden." Da lehrte mich Gott durch einen Engel vielleicht die wichtigste Lektion meines Lebens: "Konzentriere Dich auf das, was Du jetzt kannst, nicht auf das Dunkle um Dich herum." Vielleicht ist gerade der Lockdown die Zeit, wo wir uns auf unsere Ressourcen besinnen sollten: Auf Fähigkeiten, Erfahrungen, Worte von bleibendem Wert. An das, was trotz unserer trüben Gedanken gut wurde. Vielleicht durch das Vertrauen in Gottes Hilfe. Uwe Quast, Pfarrer

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