Guten Morgen: Lars Reckermann über Gutes tun und darüber sprechen

Brütting gegen Prostitution

+
lars reckermann

Zeitungen wird zuweilen vorgeworfen, sie übertreiben bei den Überschriften, um möglichst viele Leser neugierig zu machen. Die Überschrift über diesen Text ist nicht übertrieben. Aalen hat ja mit Frederick Brütting einen umtriebigen Oberbürgermeister, der Randalierer in die Flucht schlägt und jetzt auch für Ordnung am Straßenrand sorgt. Dort wurde Werbung für ein Bordell gemacht.

Brütting schaute nicht nur hin, vor allem schaute er nicht weg. "Ich möchte nicht, dass der Eindruck entsteht, Prostitution sei ein normales Gewerbe, für das in unserer Stadt im öffentlichen Raum mit Reklame geworben wird", erklärt er auf seinem Facebook-Profil. Prostitution gehe oftmals einher mit Ausbeutung, Gewalt und sogar Menschenhandel. "Durch Reklame wird der Eindruck von der Käuflichkeit der Frauen noch verstärkt. Diese Werbung ist zwar inhaltlich meistens legal, aber wir müssen es trotzdem nicht einfach so hinnehmen." Brütting schaltete das Bauordnungsamt ein, das kontaktierte den Grundstückseigentümer, der ließ die Werbung entfernen. Läuft also. Aber: Muss man das jetzt an die große Glocke hängen? Natürlich! Hinschauen, nicht wegsehen. Missstände abstellen. Da hat ein OB eine Vorbildfunktion. Wir Journalisten loben die Politik oder Politikerinnen und Politiker ja eher selten. Heute mache ich eine Ausnahme. Gut gemacht. Lars Reckermann

Zurück zur Übersicht: Aalen

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL

Kommentare