Bürgerinitiative beantragt: „Schwere Lkw runter von der Steige!“

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Blick auf den befahrenen Albaufstieg von Unterkochen nach Ebnat.
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Die BI „Albaufstieg“ Unterkochen wendet sich mit einem schriftlichen Antrag an OB Frederick Brütting.

Aalen-Unterkochen. Bis 21. Oktober hatten alle Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, ihre Wunschtrasse für den Albaufstieg, die künftige Verbindung zwischen der B19 und A7, bei der Stadt Aalen einzureichen. Die eingegangenen Vorschläge sowie die Ergebnisse der Umfrage zur Mobilität will die Stadt Aalen am Montag, 7. November, bei einer öffentlichen Veranstaltung vorstellen.

Im Vorfeld dieser neuerlichen Diskussion beantragt nun die Unterkochener Bürgerinitiative „Albaufstieg Südzubringer“, die Landesstraße L1080 (Ebnater Steige) für Lkw über 3,5 Tonnen zu sperren. Einen schriftlichen Antrag, unterzeichnet von ihrem Sprecher Karl Maier, hat die Initiative an OB Frederick Brütting adressiert. Der Antrag wird folgendermaßen begründet:

Die Belastung des Schwerlastverkehrs auf der L 1084 habe nachweislich in den vergangenen Jahren merklich zugenommen. So seien im September 2007 – „also vor 15 Jahren bei einer 24-Stunden-Zählung“ - über 1823 Lkw und 344 Busse gezählt worden. Trotz Beschilderung „Gesperrt für Fahrzeuge über 7,5 to“ fahren laut Initiative weiterhin solch schwere Lkw die Ebnater Steige talwärts. Anfang September 2022 seien innerhalb von zwei Stunden 172 Lkw gezählt worden. Die Initiative bemängelt fehlende Polizeikontrollen.

In seinem Antrag zitiert Karl Maier aus Gutachten des Bundesverkehrsministeriums, wonach sich der Straßengüterverkehr im vergangenen Jahrzehnt auf über 80 Prozent verdoppelt haben soll. Bereits 2008 sei den Unterkochenern von der damaligen Baubürgermeisterin Jutta Heim-Wenzler in Aussicht gestellt worden, dass man nach dem Bau der Westumgehung (Rombachtunnel) über die Beschränkung für den Schwerlastverkehr nachdenken könne. Und der damalige Verkehrsexperte Dr. Manfred Brenner habe erklärt, dass die Westumgehung keine signifikante Entlastung für die Ebnater Steige brächte.

„Auch Unterkochen und seine Bürger haben ein Recht, heute und nicht in 10 oder 20 Jahren, eine Entlastung von verkehrlichem Lärm, Abgasen und mehr, Lebens- und Wohnqualität zu erhalten“, heißt es im Antrag. Daher fordere die Initiative als „ersten und sofortigen Entlastungsschritt“ für die Unterkochener Bürgerschaft, den Schwerlastverkehr mit Sondergenehmigungen von der Ebnater Steige herunterzunehmen. 

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