Bundesweite Radtour gegen Atomkraft macht am Bohlschulplatz Zwischenstopp

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Die große Anti-Atom-Radtour 2022, eine rollende Demo für die Energiewende und für das Abschalten aller Atomkraftwerke, hat am Mittwochmittag in Aalen auf dem Bohlschulplatz Halt gemacht. Während sich die Rad fahrenden Demonstranten unter Polizeigeleit schon wieder auf dem Weg waren, hielten Friedrich Erbacher (l.) und Christoph Ziemann noch ein letztes Banner in die Höhe.
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Große Polizeipräsenz am Mittwochmittag am Aalener Bohlschulplatz. Das war der Grund.

Aalen. Etwa 30 bis 40 Atomgegner, Polizisten in Autos und auf Motorrädern: Ganz schön viel los war am Mittwoch in der Mittagsstunde auf dem Aalener Bohlschulplatz. Manch ein Passant wird sich gewundert haben wegen der großen Polizeipräsenz. Des Rätsels Lösung: Gegner einer Verlängerung der Laufzeiten von Kernkraftwerken machten bei ihrer Demo-Radtour von Kahl bis Freiburg nun auch in Aalen Station. Danach ging es unter Polizeigeleit weiter, Richtung Gundremmingen. Derweil rollte Friedrich Erbacher (l.) am Bohlschulplatz noch die Banner ein. Manch Aalenern ist Erbacher noch bekannt aus seiner Rathaus-Tätigkeit, hier war er bis zu seinem Weggang im Jahr 2013 mit der Stabsstelle „Bürgerschaftliches Engagement“ betraut. Heute ist er hauptberuflich bei „ausgestrahlt“ angestellt, eine seit 2008 bundesweit tätige Anti-Atom-Organisation mit Sitz in Hamburg. Erbacher hat gemeinsam mit seinen Kollegen die Anti-Atom-Radtour ein dreiviertel Jahr vorgeplant und fährt im Begleitfahrzeug mit. Die Tour führt in 41 Etappen von Tihange in Belgien bis Gorleben und dann von Kahl am Main bis Freiburg. Auf den insgesamt 2400 Kilometern finden zahlreiche Aktionen, Demonstrationen und Veranstaltungen statt. Die Tour endet am 3. September in Freiburg. „Dort wird es zwei große Abschaltfeste geben“, kündigt Erbacher an. Ziel der Tagesetappe am Mittwoch, mit Start in Mutlangen, war Gundremmingen. Am Donnerstag geht es weiter nach Ulm. 

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