Testhelden: Ein Dank an alle Helfenden

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Das sind die Testhelden - stellvertretend für alle Ehrenamtlichen.

Stellvertretend für alle Ehrenamtlichen: Testhelden von Johannitern, Maltesern, THW und DRK erzählen, was sie hauptberuflich machen und was sie sich nach der Corona-Zeit wünschen.

Chefredakteur Lars Reckermann über das Auge der Ostalb - und ehrenamtliche Helferinnen und Helfer: Ich nenne unseren Fotografen Oliver Giers, besser bekannt als Opo, gerne das Auge der Ostalb. Er sieht und fängt Bilder und Motive ein, die wir zuweilen nicht auf dem Radar haben. Manchmal sieht er aber auch mehr als andere Menschen. Opo selbst kann seine unzähligen Termine in Impfzentren und Testzentren vermutlich kaum noch zählen. Dennoch hat er noch einen neuen Aspekt entdeckt. Die meist in Schutzanzügen gekleideten und mit Masken vermummten Helferinnen und Helfer in den Testzentren sind eben nicht Wissenschaftler oder Ärzte, also nicht immer. Die Hilfsorganisationen schaffen diese so wichtige Arbeit nur durch viele ehrenamtliche Kräfte. Vier Personen hat Opo einmal stellvertretend für alle Ehrenamtlichen fotografiert und gefragt, was sie eigentlich hauptberuflich machen und was sie sich nach der Corona-Zeit wünschen. Mit unserer Aktion „Corona-Engel“ und dem Mutmacherlied, das wir mit Lorena Kirchhoffer produzieren und an dem alle Bürgerinnen und Bürger der Ostalb teilnehmen können, indem sie uns ein Bild an redaktion@sdz-medien.de senden, bedanken wir uns bei allen Helferinnen und Helfern, die uns durch die Pandemie begleiten. Wir denken damit gleichzeitig an all diejenigen, die unter der Pandemie leiden müssen. Passen Sie auf sich auf.

Johanniter

Jannik Wiedmann von den Johannitern.

 Nach der Pandemie wünsche ich mir, dass die Arbeit der Hilfs- und Pflegekräfte, der medizinischen Mitarbeiter und des Ehrenamtes in der Gesellschaft stärker gewürdigt wird.“ 

Jannik Wiedmann, Sanitätshelfer bei den Johannitern

Jannik Wiedmann, 22

Hauptberuf: Dualer Student für BWL Digital Business Management bei der KSK Ostalb

Wie lange schon bei den Johannitern? Seit drei Jahren.

Warum dort aktiv: „2018 habe ich als Überbrückung bis zum Studium bei den Johannitern ein freiwilliges soziales Jahr gemacht. Ich wollte etwas Nützliches machen und Menschen helfen. Die starke Gemeinschaft hat mich so begeistert, dass ich dort geblieben bin.“

Was macht er dort? Sanitätshelfer, Erste Hilfe-Trainer und einer der Regionaljugendleiter in der Johanniter-Jugend.

Warum im Einsatz beim Testen? Im Rotationsverfahren: Abstriche nehmen und die Laborarbeit.

„Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass alles reibungslos laufen kann. Wir haben an Weihnachten und Ostern die Menschen getestet, damit sich Familien treffen konnten.“

Was er sich für die Zeit nach Corona wünscht: „Nach der Pandemie wünsche ich mir, dass die Arbeit der Hilfs- und Pflegekräfte, der medizinischen Mitarbeiter und des Ehrenamtes in der Gesellschaft stärker gewürdigt wird.“

„Ich freue mich darauf Freunde treffen zu können und einfach mal wieder gemeinsam ums Lagerfeuer zu sitzen.“

Malteser Ellwangen

Kevin Reichert von den Maltesern in Ellwangen.

Ich will einfach wieder Menschen treffen und nicht auf den Mindestabstand achten.“

Kevin Reichert, Rettungshelfer bei den Ellwanger Maltesern

Kevin Reichert, 28

Hauptberuf: Konstrukteur bei Stengel GmbH in Neunheim

Wie lange schon bei den Malteser? Seit neun Jahren

Warum dort aktiv? 2012 haben die Maltesern in Pfahlheim die HvO (Helfer vor Ort) gegründet. Dort ist er mit einigen seiner Freunde eingetreten und hat die Gruppe mit aufgebaut. Ziel war die Einsatzzeiten im Notfall bis zum Eintreffen des Rettungsdiensts zu überbrücken???

Was macht Er dort? Er ist Rettungshelfer. Seit September vergangenen Jahres macht er unter Pandemie-Bedingungen neben seiner Arbeit die Weiterbildung zum Rettungssanitäter. Bis Dezember will er damit durch sein.

Warum im Einsatz beim Testen? Pflichtbewusstsein - Im Testcenter führt er mit den Nasenabstrich durch.

Und was Er sich für die Zeit nach Corona erhofft: „Ich freue mich, wenn es wieder die Standard-Gruppenabende gibt. Ich will einfach wieder Menschen treffen und nicht auf den Mindestabstand achten.“

Technisches Hilfswerk

Daniel Gleich vom THW.

Ich möchte zum Beispiel einfach mal mit meiner eineinhalbjährigen Tochter in den Zoo gehen können.“

Daniel Gleich vom THW

Daniel Gleich, 34

Hauptberuf: Zerspanungsmechaniker bei Kessler & Co in Abtsgmünd.

Wie lange schon bei der Organisation? Seit 22 Jahren.

Warum dort aktiv? Mit neun Jahren sah er beim THW im Industriegebiet einen Radlader - den wollte er irgendwann fahren.

Was macht er dort? Gruppenführer Fachgruppe Räumen und Kraftfahrer.

Warum im Einsatz beim Testen? „Es ist meine Aufgabe zu helfen. Wenn das THW ruft, wird halt alles in die Wege geleitet damit man kommen kann.“ Aktuell organisiert er vor Ort den reibungslosen Verkehrsfluss zur Teststation. Kurz vor Weihnachten wurde das Landratsamt unterstützt und notwenige FFP2 Masken aus Freiburg geholt, damit sie rechtzeitig zum Fest in den Pflegeeinrichtungen des Ostalbkreises verteilt werden konnten.

Was wünscht er sich für die Zeit nach Corona: „Mir fehlt einfach die Normalität. Ich möchte zum Beispiel einfach mal mit meiner eineinhalbjährigen Tochter in den Zoo gehen können.“ Und: „Sobald die Lockerungen es zulassen, kommen meine Freunde zu mir in den Garten und es wird gegrillt.“

Deutsches Rotes Kreuz

Susann Nowak vom DRK.

Ich wollte etwas Sinnvolles tun, das Menschen hilft und dabei noch etwas über Medizin zu lernen ist sehr spannend.“

Susann Nowak vom DRK

Susann Nowak, 34

Hauptberuf: Projektleiterin bei Zeiss

Wie lange schon beim Roten Kreuz? Seit sechs Jahren.

Warum dort aktiv? Sie will Menschen helfen.

Was macht Sie dort? Normalerweise Sanitätsdienste auf Veranstaltungen, aktuell Abstriche in den Testzentren und Unterstützung im Impfzentrum.

Warum dort aktiv? "Ich wollte etwas Sinnvolles tun, das Menschen hilft und dabei noch etwas über Medizin zu lernen, ist sehr spannend."

"Ich finde es toll auf einer Veranstaltung dafür zu sorgen, dass es den Menschen gut geht und dabei die Atmosphäre mitzubekommen."

Warum im Einsatz beim Testen und Impfen? „Das Rote Kreuz kommt aus dem Katastrophenschutz und somit ist es für mich selbstverständlich in einer Lage wie dieser Pandemie zu helfen. Jeder Test, der eine Infektionskette unterbricht und jede Impfung kann ein Leben retten und ist ein kleines Stück zurück in Richtung Normalität."

Was erhofft sie sich für die Zeit nach Corona? „Ich möchte wieder Menschen nahe sein können, sie in den Arm nehmen, wenn es nötig ist. Ich fände es toll, wenn die Fortschritte der Digitalisierung, die sich unter Corona zwangsweise entwickelt haben, auch in der Zeit danach Bestand haben. Zum Beispiel bei den Möglichkeiten im verbesserten und weiterhin möglichen Homeoffice. Und ja, ich möchte auch wieder in den Biergarten.“

Besonders in Erinnerung geblieben: „Eine Enkelin die glücklich darüber war, dass ich ihrer Oma die Blümchen zum Geburtstag bringen konnte weil Kontaktverbot im Krankenhaus bestand und in der gleichen Schicht eine Frau die uns Schokoladenosterhasen für die ganze Mannschaft geschenkt hat.“

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