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Corona und die Pyramide

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Manfred Moll sinniert über Bedürfnisse und plädiert für Solidarität.

Warum sind derzeit Kneipen und Kinos geschlossen, Bäder und Theater? Ja klar, wegen der Corona-Gefahr. Aber warum gerade dieser Sektor? Ein bisschen Wissenschaft kann in dieser auch von Corona-Glaubensfragen geprägten Zeit nicht schaden. Googeln Sie doch mal den Begriff "Maslowsche Bedürfnispyramide", am besten die achtstufige Erweiterung von 1970. Eine Sache aus der Soziologie. Und es wird ganz anschaulich, warum man diese Pyramide von oben stutzt, und nicht von unten. Denn unten ginge es uns allen an den Kragen. Dort liegen die lebenswichtigen Grund- und Sicherheitsbedürfnisse, wie Nahrung, Dach über dem Kopf. Und weiter oben die geselligen Bedürfnisse, wie Familie und Sozialkontakte. In der oberen Hälfte, vor allem im oberen Drittel, stehen dann die Dinge, die eine Zeit lang eher verzichtbar scheinen: Ästhethik, Selbstverwirklichung und Transzendenz. Wenn durch den Verzicht darauf die Wahrscheinlichkeit steigt, dass niemand unnötig sterben muss, können wir doch ein paar Wochen Trübsal blasen und Langeweile in Kauf nehmen. Oder?

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