Guten Morgen:

Da rollt was auf uns zu

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Gerhard Königer

Gerhard Königer über den richtigen Umgang mit schlechten Nachrichten.

Haben sie schon bemerkt, dass sich die Nachrichten zur Zeit extrem verdüstern? Vor wenigen Wochen wollten alle nur eines: dass endlich das Thema Corona vorbei sein möge. Das ging schneller als gedacht und alle sprachen über die Ukraine, Putin und seine Atombomben. Seitdem an den Tankstellen bei den Preisschildern die Zwei vor dem Komma steht, entwickelt sich die Inflation zum Thema Nummer eins. Erdgas, Strom, Nudeln, Fleisch, alles wird teurer, Mehl ist ausverkauft. Ich würde ja gern sagen, dann essen wir eben Schokolade, möchte aber nicht unseriös rüberkommen. Der Gastwirt meines Vertrauens sagt, es gebe kein Frittierfett mehr, was aber nicht so schlimm sei, weil auch die Pommes weg sind. Die wahre Hiobsbotschaft kam zuletzt: Auch Bier wird teurer. Die ersten Brauereien haben schon aufgeschlagen.
Als Erdenbürger mit gewisser Lebenserfahrung nehme ich die schlechten Nachrichten stets mit einer gewissen Skepsis hin, wie übrigens die guten auch. Zurückblickend hat sich nämlich erwiesen, dass die Beschreibung des Schreckens oft etwas größer ist als der Schrecken selbst. Und dann gibt es noch die Erkenntnis, dass im Schlechten stets auch ein Funken Gutes mitkommt.
Insofern lautet die Botschaft des Tages: Teuer ist schlimm, aber kein Grund zur Panik.

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