Damit Ralf D. wieder Hoffnung schöpft

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Der Lauchheimer Künstler Paul Groll (l.) wird am 10. Dezember Schutzengel auf Einkaufstüten von Mode Funk zeichnen. Mode-Funk-Geschäftsführer Tobias Funk (r.) wird für jede dieser Tüten 10 Euro für die SchwäPo-Hilfsaktion Advent der guten Tat spenden.
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Advent der guten Tat will ein Zeichen der Zuversicht setzen.

Aalen. Schulden, Krankheit, Depression: Eine Teufelsspirale, die die betroffenen Menschen immer weiter hinabzieht. Ohne Hilfe von außen, ohne Hand, die sich ihnen entgegenstreckt, bleibt der Kampf gegen diese Sogwirkung oftmals hoffnungslos. In solchen Fälle kann Advent der guten Tat ein Rettungsanker sein, durch den die Betroffenen wieder Hoffnung schöpfen können.

Ralf D. (Name geändert) ist 26 Jahre alt. Von Kindheit an musste er lernen, mit Krankheit umzugehen. Nicht mit der eigenen, sondern mit der seines Bruders Tom (Name geändert). Tom hatte kurz nach seiner Geburt eine Gehirnblutung erlitten und war seither schwerst behindert, konnte weder reden noch sitzen, weder laufen noch selbstständig essen. Er war der Mittelpunkt der Familie, wurde fürsorglich und liebevoll zu Hause umsorgt. „Er war ein fröhlicher Mensch, Tom hat immer gelacht“, erzählt Ralf, der eine besonders innige Verbindung zu seinem Bruder pflegte. Toms Tod vor einem Jahr war ein schwerer Schlag für ihn. Zumal ein Dreivierteljahr zuvor der Vater gestorben war. Eine Krebserkrankung. „Papa hat geschafft und geholfen, wo er nur konnte. Er war zu gutmütig“, sagt Ralf.

Wenige Jahre vor seinem Tod hatte die Familie das Haus der verstorbenen Eltern des Vaters übernommen. Um seine Geschwister auszahlen zu können, musste der Vater einen Kredit über 100 000 Euro aufnehmen. In eine der drei Wohnungen zog Ralf, die beiden anderen wurden vermietet. „Papa wollte Menschen mit finanziellen Problemen helfen. Deshalb hat er eine geringe Miete verlangt und auf die Kaution verzichtet“, sagt Ralf. Indes: Die Mieter nutzten die Gutmütigkeit aus, setzten Mietzahlungen aus und als sie irgendwann auszogen, war vieles aus den Fugen geraten: „Die Wände waren nicht mehr weiß, sondern gelb vom Rauchen, einige Rollläden kaputt, die Küche stark verfettet und ein Zimmer komplett sanierungsbedürftig“, berichtet Ralf, der seit dem Tod seines Vaters für den verbleibenden Kredit in Höhe von 70 000 Euro aufkommen muss.

Ralf arbeitet als Altenpfleger. Sein Nettoeinkommen: 1500 Euro. Die zwei Todesfälle kurz hintereinander hatten ihn in eine tiefe Depression gestürzt. Irgendwann sah er keinen Ausweg mehr und wollte sich das Leben nehmen. Da wurde ihm klar, dass er dringend Hilfe braucht. Er ließ sich in eine Klinik einweisen. Heute ist sein psychischer Zustand den Umständen entsprechend stabil. Doch die Schulden sind ihm geblieben.

Gemeinsam mit seinem Vater wollte Ralf damals am Haus einen Streichelzoo für kontaktgestörte Kinder aufbauen. Zwei Ponys wurden angeschafft, ein paar Zwergziegen und vier Minibauhängeschweine. „Denn der direkte Kontakt zu Tieren hat oft eine größere Wirkung als Medikamente“, weiß Ralf, der die Tiere, sein Herzensanliegen, nicht aufgeben will. Vor Kurzem hatte eines der Ponys eine schwere Augenentzündung. „Unbehandelt wäre es daran gestorben“, sagt Ralf und legt die Tierarztrechnung in Höhe von 1100 Euro auf den Tisch.

Advent der guten Tat will die Rechnung begleichen.

Bitte helfen Sie mit - bitte spenden Sie!

Stichwort: „Advent der guten Tat“: Konto KSK Ostalb, IBAN: DE 41614500500110050500;  oder Konto VR-Bank Ostalb, IBAN: DE 05614901500101010001Aktion bei Mode Funk: Ab einem Einkaufswert von 100 Euro zeichnet der Künstler Paul Groll am Samstag, 10. Dezember, zwischen 11 und 15 Uhr Engel auf Funk-Einkaufstüten. Davon gehen jeweils 10 Euro an Advent der guten Tat.

Danke für 63.666 Euro!

Aalen. Das Spendenkarussell der SchwäPo-Hilfsaktion „Advent der guten Tat“ läuft auf Hochtouren: Genau 63 666,11 Euro haben Sie, liebe Leserinnen und Leser, seit dem ersten Advent bereits für bedürftige Menschen im Verbreitungsgebiet der SchwäPo gespendet. Ein großes Dankeschön an: Regina und Oswin Schnobl, Oberkochen; Uschi Barth, AA; Christa Pötzl, Oberkochen; Werner Laveuve; Brigitte Rieger; Margit Savsek; Werner Kasper; Waltraut Buschhoff, AA; Dirk Aipperspach; Ingrid Piffl; Elfriede und Reinhard Horlacher, Abtsgmünd; Erich Langer, Neresheim; Helmut Voitl; Ludwig Burghard, Roland und Karin Dörrich, AA; Inge Bolsinger; Gudrun Sontheimer; Johanna Kohler; Rüdiger Hornisch; Ulrike Starz; Ernst Schütz, AA-Ebnat; Dieter und Karin Tschaffon; Uwe Grupp; Heribert Mangold; Tina Bäuerle; Markus Wittmann; Kathrin Kibler; Gerhard Stahl; Sabine Haas; Hubert und Carola Kieninger; Andreas und Dagmar Kisselbach; Stefan und Silke Breitschopf; Johann-Georg Lang; Stefan und Christina Zieker, Adelmannsfelden; Claus Frankenreiter; Alexander Geist; Robert Bullinger; Josef und Martina Vaas; Roman und Erika Spiller; Angelika Dambacher; Jochen und Elisabeth Sebbach. 

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