Guten Morgen

Danke Messi - Sorry Cyril

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Martin Simon

Martin Simon sinniert über Fußball und das WM-Endspiel.

So. Jetzt wissen wir, wer Weltmeister 2022 ist. Messi und Co haben die Franzosen ins Jammertal geschickt. Knapp war es am Ende. Elfmeterschießen. Glück halt. Und davon kann man im Fußball ja gar nicht genug haben. Nehmen wir mal die deutschen Kicker. Im Internet hab ich jetzt von einer hochwissenschaftlichen Studie gelesen, die angeblich zweifelsfrei belegt, dass der Ball der Japaner, Sie wissen genau welcher, klar im Aus war. Pech für Deutschland. Stellen Sie sich das mal vor: Japan raus und wir mit Gruppensieger Spanien weiter. Dann schlagen wir Marokko irgendwie, danach Ronaldo und sein Portugal, so wie immer halt, und danach die Franzosen, auch wie immer, wenn es auf einem WM-Fußballplatz gilt. Und dass wir gegen Argentinien bis auf ein einziges Mal und das auch nur aus Dummheit, und weil wir nicht auf Verlängerung gespielt haben, immer gewonnen haben, das brauche ich Ihnen ja gar nicht zu erzählen. Stellen Sie sich das mal vor. Alles richtig gemacht, würden die Medien schreiben. Bela Rethy hätte seinen Ruhestand vertagt. Bierhoff wäre noch im Amt, Hansi Flick vollkommen unumstritten und die ganze DFB-Taskforce wäre eine Fata Morgana. Und das alles wegen ein paar Millimetern. Na ja, etwas Versöhnliches hat die reale Sache dann aber doch: Hätte Frankreich gewonnen, dann hätte ich mir das von meinem französischen Schwiegersohn jahrelang hämisch anhören müssen. Immerhin ist der jetzt still. Sorry Cyril, und Danke Messi!

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