"Das Experiment" in Aalen: Gemeinsamkeit statt Spaltung

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Experiment vor dem Rathaus Foto: ls
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„Das Experiment“ vor dem Aalener Rathaus hat vierzig Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft zusammengebracht. Worum es gegangen ist

Aalen   

Nehmen wir es vorneweg. „Das Experiment“, eine kreativ-spielerische Straßenaktion der Stabstelle für Chancengleichheit der Stadt Aalen gemeinsam mit der Initiative „UtopiAA“ ist gelungen. „Wenn niemand kommt, haben wir Pech gehabt“, so Uta Steybe, die zusammen mit Claudia Hinsen moderierte, vor der Aktion.  Gemeinsamkeiten finden, auch wenn man auf den ersten Blick so ganz unterschiedlich zu sein scheint,  ist das Ziel der Straßenaktion. Im Hintergrund stehen die siebzehn Ziele für eine global-nachhaltige Stadt. Fragen werden gestellt – wer geht auf die Ja-Seite, wer beantwortet mit Nein. Wer unschlüssig ist, bleibt in der Mitte stehen. „Wir wollen Verbindendes sichtbar machen“, sagt Claudia Hinsen. In Zeiten, da eher Trennendes im Vordergrund steht. Dass von vierzig Teilnehmerinnen und Teilnehmern nur eine ein Tattoo hat, war schon überraschend. Alle haben dagegen schon einmal was Gebrauchtes gekauft und Mut gehört bei der Straßenaktion auch dazu: Nahezu alle haben schon mal etwas Illegales gemacht – ebenso teilt sich Ja und Nein bei der Frage, ob er oder sie schon einmal Gewalt erlebt habe. Das Gros der Teilnehmer weiß, wie es ist, wenn man nicht selbstständig entscheiden kann und ein Dach über dem Kopf zu haben, hat für alle oberste Priorität. Mehr als die Hälfte wurde wegen Religion, Hautfarbe oder Geschlecht schon beschimpft. Man kommt ins Gespräch, tauscht sich aus, auch bei der Frage, wie es war, als man einen lieben Menschen verloren hat. Beim anschließenden gemeinsamen Austausch ist man sich einig, dass das „Experiment“ eine vertiefende Fortsetzung finden soll: Für eine gemeinsame Zukunft, eine verträgliche Umwelt, fürs Heimatgefühl. Zusammenfassend: Unterschiede als Vielfalt erleben.

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