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Das Gelbe im Grünen

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Michael Länge über den Gmünder Wochenmarkt und Kopfsalat im Herbst.

Eigentlich sollte ich Ihnen diese Geschichte nicht erzählen. Weil dann womöglich weniger Gelbes für mich bleibt. Ich gehe samstags auf den Wochenmarkt. Besonders gerne im Herbst. Da sind die Stände so schön bunt. Die heimischen Gurken sind krumm – und aromatisch. Und an manchen Ständen gibt's Salatherzen. Das ist das Innere des Kopfsalats. Eine Rarität. Danach frage ich dann. Denn das Innere ist nicht das üppige Grün, sondern nur das knackige Gelb. Jeden Samstag führt dies zu Diskussionen. Andere Kunden staunen. Marktverkäuferinnen auch. Bis auf eine Verkäuferin, die meine Geschichte teilen konnte. Die, wie ich, einen sich (vermeintlich) aufopfernden Großvater hatte, der am Mittagstisch den Seinen verkündete: "Nehmt Ihr den frischen Grünen, ich esse den alten Gelben." Wir haben ihn schnell durchschaut. Und kaufen seitdem, um seinem schelmischen Rat zu entkommen, die Salatherzen. Das empfehle ich Ihnen heute auch. An dieser Stelle. Ein einziges Mal nur. Und auf die Gefahr hin, dass künftig auf Gmünds Wochenmarkt weniger Gelbes im Grünen für mich bleibt ...

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