Das Martinskirchenareal wächst

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Auf dem Martinskirchenareal entstehen mehrgeschossige Wohnhäuser und Reihenhäuser
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Bis Ende nächsten Jahres entstehen insgesamt 35 Wohnungen und elf Reihenhäuser im Pelzwasen. Manch einer sorgt sich um Parkplätze.

Aalen

Sie wirkt inzwischen wie ein imposantes neues Quartier im Quartier: Die Bebauung auf dem ehemaligen Martinskirchenareal wächst. Vor rund elf Monaten wurde mit den Arbeiten begonnen. Spätestens Ende kommenden Jahres sollen 120 Bewohnerinnen und Bewohner einziehen können.

46 Wohneinheiten, davon elf Reihenhäuser, baut die Aalener Wohnungsbau auf dem 6500 Quadratmeter großen Grundstück. Das Gesamtprojekt wird auf 15 Millionen Euro beziffert.

Der Baustand: Der erste Bauabschnitt umfasst fünf Mehrfamilienhäuser an der Zebertstraße. Hier entstehen 35 Wohnungen in Holz-Hybridbauweise.

Die Rohbauarbeiten hat das Bauunternehmen Hans Fuchs aus Ellwangen laut Aalener Wohnungsbau mittlerweile abgeschlossen. Holzwände und Fenstereinbauarbeiten werden gerade fertiggestellt. Im Haus 1 beginnt der Innenausbau.

Der zweite Bauabschnitt sieht elf Reihenhäuser vor, die an der Talkante zum Taufbach hin entstehen. Spatenstich für diese war im März, zurzeit werden die Bodenplatten betoniert. Die Reihenhäuser sind dreigeschossig: Im Erdgeschoss sind Wohnzimmer, Küche und Esszimmer untergebracht. Im ersten Stock weitere zwei Zimmer und ein Bad, im zweiten Stock gibt es noch einmal drei Zimmer.

Fertigstellungstermin: „Der vorgesehene Bauablauf wird nach derzeitigem Stand eingehalten“, heißt es von der Wohnungsbau. Das bedeutet: Fertigstellung der Mehrfamilienhäuser im Juli 2022 und der Reihenhäuser im Dezember 2022 .

Für junge Familien werden die dreigeschossigen Reihenhäuser ideal sein.“

Robert Ihl, GF Wohnungsbau beim Spatenstich

Parkplätze: Mancher im Pelzwasen kommt angesichts der Dimensionen des Areals ins Grübeln: Wo sollen all die neuen Bewohner mal parken? Wird es genügend Stellplätze geben? Franziska Tagscherer, Technische Leiterin bei der Wohnungsbau, betont, es seien mehr als ein Parkplatz pro Wohneinheit vorgesehen: „Auf dem gesamten Areal werden in der Tiefgarage 49 Stellplätze vorgesehen und im Außenbereich weitere 27, also insgesamt 76.“ Die Landesbauordnung schreibt vor, dass für jede Wohneinheit ein Stellplatz anzulegen ist.

Der Weg ins Taufbachtal: Spaziergänger aus dem Pelzwasen und Zebert vermissen seit Monaten den Fußgängerweg, der direkt am Martinskirchenareal von der Zebertstraße hinunter ins Taufbachtal führt. Im oberen Abschnitt ist er seit Beginn der Bauarbeiten gesperrt.

Wird das dauerhaft so bleiben?, fragen viele. Auf SchwäPo-Anfrage heißt es von der Wohnungsbau dazu: „Der Fußgängerweg wird selbstverständlich von uns wieder neu hergestellt und voraussichtlich im Sommer diesen Jahres wieder zugänglich sein.“

Aus Kirche werden Wohnungen und Reihenhäuser

Das Areal: Im Jahr 2014 kaufte die Wohnungsbau das Grundstück von der Evangelischen Kirchengemeinde. Im Dezember 2019 wurde die Martinskirche abgerissen. Nach einem städtebaulichen Wettbewerb begann das Büro Kayser Architekten mit der Planung.

Das Projekt: Insgesamt entstehen rund 4300 Quadratmeter Wohnfläche. Von den 35 Wohnungen sind neun sozial gefördert. Es entstehen sechs Zwei-, 22 Drei- und sieben Vierzimmerwohnungen sowie ein etwa 100 Quadratmeter großer Versammlungsraum.

Nachhaltigkeit: Architektin Beate Kayser weist insbesondere auf die Wärmeversorgung des Quartiers in Form eines Contracting-Modells mit den Stadtwerken Aalen hin: „Die Stadtvillen in Holz-Hybridbauweise setzen ein deutliches Zeichen für Nachhaltigkeit und ressourcenschonenden Geschosswohnungsbau.“

Verkauf: Laut Robert Ihl, Geschäftsführer der Wohnungsbau Aalen, sind die meisten Wohnungen des ersten Bauabschnitts auf dem Areal inzwischen bereits verkauft.bea

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