"Defocus" liefern modernen Metal aus Aalen

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Von links: Jeffrey Uhlmann, Simon Müller, Jonas Mahler und Marcel "Bambam" Heberling sind "Defocus". Am kommenden Freitag, 28. Oktober, sind sie live in Aalen zu hören.
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Für die Vierköpfige Band aus Aalen ging es 2022 zum ersten Mal als Künstler aufs Summer Breeze Open Air. Wie es für Defocus weitergehen soll und wann sie in Aalen zu hören sind.

Aalen. Modernen, unverfälschten Metal - das liefern Simon Müller (26, Sänger), Jeffrey Uhlmann (28, Gitarre), Jonas Mahler (26, Schlagzeug) und Marcel „Bambam“ Heberling (28, Bass) als Band "Defocus". Für die Metalband aus Aalen ging es 2022 zum ersten Mal auf die Bühne des Summer Breeze Open Airs in Dinkelsbühl, mit ihrer Single "Disease" vom Album "In the Eye of Death we are all the same" erreichen fast eine halbe Million Wiedergaben auf Spotify. Im Interview erzählen die vier von ihrer Bandgeschichte, Albumentstehung, dem Summer-Breeze-Auftritt und was die Zukunft bringen soll. 

Euer Debütalbum kam 2021 raus - seit wann gibt es euch als Band?

Jeffrey Uhlmann: "Defocus gibt es seit 2018, seit 2013 machen wir aber gemeinsam Musik. Wir machen Modern Metal und es war eigentlich direkt klar, dass wir in diese Richtung gehen wollen. Über die langen Jahre hat sich eingependelt, wer welche Rolle in der Band spielt."

Woher kommt der Name "Defocus"?

Simon Müller: "Das war gefühlt das komplizierteste Votingverfahren, das man sich vorstellen kann. Wir können nicht mal genau erklären, wie es funktioniert hat. Wir hatten mehrere Ideen zur Auswahl und wollten etwas kurzes, einprägsames. Mit "Defocus" waren wir uns alle einig."

Wie geht ihr an die Musikproduktion ran?

Jonas Mahler: "Es kommt wirklich drauf an. Den Schreibprozess unseres Albums kann man zum Beispiel nicht als Blaupause nehmen. Die Texte stammen größtenteils aus dem ersten Lockdown. Über einen Livestream haben wir uns online "getroffen", um zu spielen. Zwei, drei Songs hatten wir zu dem Zeitpunkt schon. Die haben wir etwas angepasst, damit sie in den roten Faden des Albums passen. Den Song "Shelter" zum Beispiel haben wir bewusst als letzten Titel des Albums geschrieben. Wir wollten als letztes Lied etwas haben, dass das Album abschließt und wir finden, das hört man auch - mit dem Song waren wir alle direkt zufrieden."

Frage an Simon: Wie lange hast du deine Stimme trainiert, um zu klingen wie heute?

Simon Müller: "An die zehn Jahre. Ich habe damals auf YouTube nach Anleitungen geschaut und es mal probiert. Damals gab es wirklich katastrophale Videos dazu und ich habe so oft danach Blut gespuckt. Dahinter steckt definitiv eine Technik und es ist wichtig, sich davor aufzuwärmen."

Welches Genre würdet ihr spielen, wenn es nicht Metal geworden wäre?

Alle: "Jazz! Definitiv Jazz! (lachen) Einfach weil man alles spielen kann. 7/8-Takt? Kein Problem. Auch Indie-Rock wäre interessant. Wer weiß, vielleicht wagen wir in Zukunft mal einen kleinen Ausflug in diese Richtungen."

Auf dem Summer-Breeze habt ihr die Bühne gerockt - wie ging's euch danach?

Marcel "Bambam" Heberling: "Es gab nur einen kleinen Dämpfer: Mir ist eine Basssaite gerissen. Eine Bassseite. Die reißt eigentlich nicht. Aber sonst war es mega! Nach unserem Debütalbum vergangenes Jahr ist es einfach geil, dass wir die Gelegenheit hatten, dort zu spielen und das Festival einmal von der anderen Seite aus erleben."

Dass ihr Spaß hattet, hat man gesehen.

Simon Müller: "Wenn die Menge abgeht, tun wir es auch. Da ist es immer top, wenn sich Band und Publikum gegenseitig anheizen. Wenn wir sehen, wie wir die Menschen bewegen, lässt uns das nicht kalt. Gleichzeitig können wir aber auch voll verstehen, wenn man einfach nur zuhört und es genießen will."

Wie geht's jetzt bei euch weiter?

Jeffrey Uhlmann: "Wenn's nach uns geht, ist die nächste Station "Wacken". Aber ein neues Album wäre fast cooler. Wir nutzen die Zeit jetzt, so gut es geht und wollen viele Shows mitnehmen. Bald spielen wir in Aalen "Die tollste Show des Jahres". Seit dem letzten Album haben wir viele Songs und Ideen gesammelt, es kann also langsam in Richtung neues Album gehen." 

Die tollste Show des Jahres? Wann soll's die geben?

Jonas Mahler: "Am 28. Oktober im Frapé in Aalen. Da freuen wir uns schon drauf, mit den Gästen einen schmackhaften Prosecco zu trinken - der darf auch bei uns im Backstage nie fehlen. Mit dabei sind auch "Necrotted" aus Abtsgmünd, mit denen wir den Metal auf die Bühne bringen wollen. Und für wen das noch nicht genug ist, gibt's danach von den angesagtesten DJs aus Aalen das Beste aus der Musikwelt auf die Ohren."

"Die tollste Show des Jahres" in Aalen

Defocus werden am Freitag, 28. Oktober, im Frapé in Aalen zu hören sein. Mit dabei sind mehrere DJs sowie die Band "Necrotted". Der Eintritt kostet 8 Euro. Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr.

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