Den ADAC-Sicherheitscheck unter die Lupe genommen

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Nach dem Sicherheitscheck des ADACs stellen die Prüfer ein gedrucktes Protokoll mit den gemessenen Werten aus. Die Prüfung ist kostenlos.
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Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) bietet kostenlose Sicherheitschecks an. Ein Selbstversuch des Angebots.

Aalen-Unterrombach

Mein Auto und ich. Wir sind in etwa gleich alt, der fahrbare Untersatz ist aber der Ältere. Ob da noch alles so ganz sicher ist? Etwas Gewissheit kann da nicht schaden. Daher kurzerhand den Festplatz in Unterrombach besucht. Dort warten zwei Sicherheitsexperten vom Allgemeinen Deutschen Automobilclub, die sich mit ihrem Prüftruck auf dem Festplatz in Unterrombach niedergelassen haben. Noch bis Mittwoch, 28. April, können sich dort Autofahrerinnen und -fahrer kostenlos über die Verkehrssicherheit ihres Fahrzeugs aufklären lassen. Ein Selbstversuch zeigt, wie eine Prüfung abläuft.

Eine ADAC-Mitgliedschaft braucht's dafür nicht. „Mitglieder, Nichtmitglieder, wir prüfen alle“, versichert einer der beiden Experten. Verkehrshütchen markieren die Stelle, in der der fahrbare Untersatz abgestellt wird. Ist bereits ein Auto beim Check, kann es zu Wartezeiten kommen. Dann am besten mit geöffneten Fenstern warten. Dann kann das Auto frisch gelüftet an den Prüfer übergeben werden.

Während einer der ADAC-Experten mein Auto die Rampe hinauf in den Anhänger manövriert, geht's für mich in einen separaten Teil des Anhängers. Dort steht ein weiterer Prüfer. Wichtig für ihn: der Fahrzeugschein. Während der aus der Hosentasche gefummelt wird, rollt das Auto nebenan vor und zurück. Begleitet von allerlei mechanischen Geräuschen sowie einem bebenden Prüfungsanhänger. Einige Anfahr- und Bremsversuche für die entsprechenden Brems-Checks. Dann kommt das Auto zum Stehen und die nächsten Sicherheitschecks sind an der Reihe.

Nächste Prüfung: Motorhaube auf. Einer der beiden Experten untersucht die verschiedenen Ventile rund um den Motor herum. Dauert nicht lange, dann geht es schon an die nächste Disziplin. Lichtercheck. Während einer der beiden Prüfer immer noch im Fahrzeug sitzt, wandert der andere ans Heck des Autos. „Bremsen“, weist er an. Schwupps, leuchtet's rot. „Rücklichter“, lautet das Kommando und die Lichter leuchten weiß. Nacheinander werden die einzelnen Leuchten untersucht. Auch die Beleuchtung des Kennzeichens wird geprüft. „Okay, passt“, ruft der Prüfer hinter dem Auto. Dann rollt der fahrbare Untersatz einige Zentimeter weiter. Das Reifenprofil rückt nun ins Visier. Alle vier Räder gecheckt, dann rollt das Auto langsam auch schon wieder aus dem Anhänger heraus.

Als Kunde steht man solange daneben und schaut gespannt zu. Ist der Sicherheitscheck abgeschlossen, bekommen prüfwillige Verkehrsteilnehmer ein gedrucktes Protokoll mit den entsprechenden Werten ausgestellt. Dann wird auch dem Laien klar, was genau geprüft wird: Betriebsbremse und Handbremse werden auf ihre Bremskraft überprüft. Darüber hinaus nehmen die Prüfer die Stoßdämpfer unter die Lupe. Auch die Spurstellung wird neben der Bereifung sowie der Beleuchtung geprüft. Und siehe da? Im Großen und Ganzen ist das Auto noch sicher. Kennzeichenbeleuchtung und Bremsflüssigkeit kommen dafür direkt auf die To-do-Liste.

Eine Hauptuntersuchung ersetzt der Sicherheitscheck nicht, merkt einer der Prüfer an. Trotzdem können sich Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer so schon einmal auf den anstehenden TÜV-Besuch einstellen und gegebenenfalls Mängel frühzeitig beheben. Für was die Untersuchung in jedem Fall sorgt? Mehr Sicherheit im Straßenverkehr sowie ein beruhigtes Gewissen.

ADAC-Sicherheitscheck: Noch bis Mittwoch vor Ort

Der mobile Prüfdienst des ADAC ist noch bis Mittwoch, 28. April, auf dem Festplatz beim Edeka Miller in Unterrombach. Geprüft wird von 10 bis 13 Uhr sowie von 14 bis 18 Uhr. Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer ohne ADAC-Mitgliedschaft haben einen kostenlosen Test frei. Mitglieder können einen zweiten in Anspruch nehmen.

Geprüft wird dabei die Bremskraft von Betriebs- und Handbremse, die Beleuchtung und Bereifung, die Stoßdämpfer sowie die Reifenspur.

Der Sicherheitscheck ersetzt keine Hauptuntersuchung, kann aber helfen, Mängel zu entdecken.

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