Adventskalender, die dritte Tür

Den Blick auch auf andere Dinge lenken

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Pfarrer Langfeldt mag die Adventsbeleuchtung.Archivfoto: hag

Von meinem Wohnzimmerfenster aus habe ich eine gute Aussicht über das Viertel. Und besonders im Winter genieße ich es, morgens beim ersten Kaffee den Blick über die Dächer schweifen zu lassen; zum Abend hin mich an der Adventsbeleuchtung zu erfreuen, mit der viele ihre Häuser geschmückt haben.

Von meinem Wohnzimmerfenster aus habe ich eine gute Aussicht über das Viertel. Und besonders im Winter genieße ich es, morgens beim ersten Kaffee den Blick über die Dächer schweifen zu lassen; zum Abend hin mich an der Adventsbeleuchtung zu erfreuen, mit der viele ihre Häuser geschmückt haben. Besonders die Rauchfahnen, die aus den Schornsteinen emporsteigen, freuen mich. "Unter einem so vor sich hin rauchenden Schlot", denke ich mir, "leben Menschen". Und ich habe die Fantasie, dass da vielleicht Kinder sind, die mit ihren Eltern Gutsle backen, oder glückliche Paare auf dem Sofa oder der ältere Herr, der neben dem Ofen sitzt und bei einem guten Buch seine Zigarre schmaucht. "Wie Weihrauch steige mein Gebet zu Dir auf." (Ps 141, 2), heißt es im biblischen Buch der Psalmen. Und ein bisschen etwas von Gebet haben sie auch, diese Schornsteine mit Rauch: vom Gebet nicht unbedingt eines Einzelnen, vom Gebet nicht zwingend mit Worten, aber von dem zarten Gebet dieser besonderen Tage und Wochen, voll Sehnsucht und Erwartung, voll Rührung und Dank. Deo gratias. Pfarrer Jan B. Langfeldt

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