Geistliches Wort in der Corona-Krise

Den Blick auch auf andere Dinge lenken

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Karolina Tomanek

Die Maske nervt! Ich bekomme Kopfschmerzen! Ich will wieder unter Leute! Was soll das für eine Adventszeit sein? Ich habe Angst! Ich kann niemanden besuchen.

Die Maske nervt! Ich bekomme Kopfschmerzen! Ich will wieder unter Leute! Was soll das für eine Adventszeit sein? Ich habe Angst! Ich kann niemanden besuchen. Ich bin einsam. Wissen sie, ich fotografiere sehr gern. Dabei schaue ich durch die Linse und entscheide ganz bewusst was ich scharf stelle, wohin der Blick gehen soll. Dadurch verschwindet alles andere im Bild aber nicht. Es wird auch nicht schöner oder besser. Es wird nur unschärfer und weniger dominant. In unserem Leben gibt es viel Negatives. Vieles was Angst macht. Sorgen und Nöte lassen sich nicht wegdenken oder umdeuten. Sie sind real. Aber vielleicht hilft es, wenn wir ganz bewusst unseren Blick auf die Dinge lenken, die auch da sind. Nur leiser, oft unbemerkt. Sie bieten uns die Chance, kurz zu verweilen, durchzuatmen und neue Kraft zu tanken.

Karolina Tomanek, kath. Betriebsseelsorge

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