Der sechste Mann für Aalen

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Albert Seitzer
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Nun bewirbt sich ein bekannter Mehrfachkandidat für die Rentschler-Nachfolge.

Aalen. Sechs Männer und bislang keine Frau: Die nächste Bewerbung für Oberbürgermeisterwahl in Aalen ist im Rathaus abgegeben worden. Albert Seitzer (67), pensionierter Handelsschulrat aus Schwäbisch Gmünd, möchte Nachfolger von Oberbürgermeister Thilo Rentschler werden. Rentschler gibt sein Amt auf und wird im Herbst Geschäftsführer der IHK Ostwürttemberg. Albert Seitzer ist 67 Jahre alt und hat sich schon mehrfach als Bürgermeister beworben - im Ostalbkreis im vergangenen Jahr in der Stadt Lorch. Er kam auf 0,1 Prozent - sieben Stimmen waren das. In der Landeshauptstadt Stuttgart wollte Seitzer im Jahr 2012 OB werden - er schaffte es aber nicht, die notwendigen 250 Unterstützerstimmen zusammen zu bekommen. Auch in Gmünd scheiterte Seitzer 2017 an dieser Hürde. Dort hätte er 100 Unterstützerstimmen gebraucht. In Täferrot bekam der pensionierte Handelsschulrat bei der Bürgermeisterwahl 2019 im Mai 2,4 Prozent der Stimmen. In Mögglingen erhielt Albert Seitzer bei der Bürgermeisterwahl 2014 rund 1 Prozent der gültigen Stimmen.

Die anderen: Als Erster hatte Frederick Brütting seine Bewerbung abgegeben. Der 37-Jährige ist seit zehn Jahren Bürgermeister in Heubach und Mitglied der SPD. Weiterer Bewerber ist Ronny Enßlin (46), alleinerziehender Vater einer sechsjährigen Tochter, der in Aalen in einer Patchworkfamilie lebt, bei der Caritas arbeitet und sich dort um Haushaltsauflösungen kümmert. Ebenfalls hat sich Matthias Müller (54) beworben. Im Schreiben, mit dem er sich bewirbt, stellt er sich als geborenen Aalener vor, der zusammen mit seiner Frau in Aalen wohnt und „Oberhaupt einer großen Patchworkfamilie“ sei. Er ist Angestellter beim Gemeindevollzugsdienst. Für die AfD zieht Marcus Waidmann in den Wahlkampf, der jetzt sein Programm zusammengestellt hat. Fünfter Kandidat ist Stefan Schmidt aus Alfdorf. Der 54-Jährige ist selbstständiger Gastronom. Besonders bekannt aber ist er im Gmünder Raum als Kritiker der Corona-Maßnahmen in Deutschland.

Was wichtig ist: Bewerberinnen und Bewerber müssen am Wahltag das 25., dürfen aber noch nicht das 68. Lebensjahr vollendet haben und müssen die Gewähr dafür bieten, dass sie jederzeit für die freiheitliche demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes eintreten. Außerdem ist eine Wählbarkeitsbescheinigung der Wohngemeinde notwendig. Weiter sind 100 Unterstützungsunterschriften beizulegen. Die Bewerbungsfrist endet am Montag, 7. Juni, um 18 Uhr. Die Oberbürgermeisterwahl in Aalen ist am Sonntag, 4. Juli. Jürgen Steck

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