Deutsche Bank mit guter Bilanz für 2021

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Kai-Uwe Braum (links) und Eric Siber von der Deutschen Bank.
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Sparer entdecken Aktien und Depots, Baufinanzierungen boomen weiter.

 Aalen. Der Gesamtkonzern Deutsche Bank hat im ersten Quartal überraschend einen Milliardengewinn eingefahren, nun zog das größte deutsche Privatinstitut auch Bilanz für die Region Aalen und Ostwürttemberg. Wie das Unternehmen mitteilt, habe man sich die Bank 2021 hier „sehr gut entwickelt und damit ihre starke Position in der Region weiter ausgebaut“. Bei den Sparern standen vor allem nachhaltige Anlagen und Baufinanzierungen im Mittelpunkt.

Insgesamt ist das Geschäftsvolumen um 4,1 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro gestiegen, die Deutsche Bank betreute in Aalen 24 800 Kunden. „Die Corona-Pandemie, niedrige Zinsen, steigende Inflation und jetzt der furchtbare Krieg in der Ukraine: Das Marktumfeld, in dem wir uns derzeit bewegen, ist denkbar schwierig. Dennoch haben wir das Geschäftsjahr 2021 sowie die ersten Wochen des neuen Jahres sehr erfolgreich abgeschlossen“, zeigt sich Kai-Uwe Braum, Filialdirektor der Deutschen Bank in Aalen, zufrieden.

Insgesamt setzte sich bei den Kunden der Trend zu Aktien und Fonds fort. Braum: „Aktien können bei steigender Inflation einen gewissen Schutz bieten. Bei den derzeitigen volatilen Märkten setzt dies aber Geduld und einen mittelfristigen Anlagehorizont voraus.“ 2021 waren Investments in Aktien und Fonds besonders gefragt: Das Depotvolumen hat sich in Aalen zum 31. Dezember 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 18,1 Prozent auf 441 Millionen Euro deutlich erhöht. „Unsere Kundinnen und Kunden in Aalen zeigen ein hohes Interesse für nachhaltige Investments und Finanzierungen“, so Braum. Das Einlagenvolumen betrug in Aalen rund 531 Millionen Euro. Das entspricht einem leichten Plus von 0,8 Prozent.

Immer häufiger beschäftigen sich die Kunden in diesem Zusammenhang mit nachhaltigen Geldanlagen, so die Bank. „Es ist unser Ziel, in jeder Kategorie der Vermögensanlage mindestens ein nachhaltiges  Finanzprodukt anzubieten. Wir haben im Berichtsjahr kontinuierlich in die Expertise unserer Beraterinnen und Berater investiert und sie durch Schulungen ESG-fit gemacht“, sagt Braum.

Der Trend zu den eigenen vier Wänden ist in der Region derweil ungebrochen. Zudem haben die Aalener 2021 laut Braum erneut mehr investiert, um ihr zu Hause auszubauen oder zu verschönern. Dabei werde auch bei der Baufinanzierung das Thema Nachhaltigkeit immer wichtiger. „Derzeit erweitern wir unser Produktportfolio und bieten bald ein Klimadarlehen an“, erklärt Braum. Das Kreditgeschäft habe sich im Jahr 2021 sehr positiv entwickelt, besonders bei Baufinanzierungen und gewerblichen Krediten. Das Kreditvolumen betrug zum 31. Dezember rund 604 Millionen Euro.

Im Laufe des Jahres 2022 sollen die Filialen der Deutschen Bank größtenteils in „grüne“ Filialen umgewandelt werden, auch jene in Aalen, so wird im Foyer etwa eine große Echt-Moos-Wand aufgestellt. Braum: „Wir wollen an diesem Ort mit unseren Gästen ins Gespräch über nachhaltige Finanzthemen kommen.“

Bei den Firmenkunden stehen derzeit vor allem die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs im Vordergrund, erklärt Eric Siber, Marktgebietsleiter Firmenkunden. Die Bank habe eigens ein Informationsportal für Unternehmen eingerichtet, das die Auswirkungen ausführlich aufzeigt und umfangreiche Hilfestellungen gibt, „etwa wie sich Sanktionen auf das tägliche Geschäft auswirken oder wie sich globaler Zahlungsverkehr und Währungsgeschäfte verändern“, erläutert Siber.

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