Auch Dewanger fielen an Front

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Auch in Dewangen wurden am Volkstrauertag Kränze niedergelegt. Links Ortsvorsteherin Andrea Zeißler.

Feier auf dem Dewanger Friedhof am Kriegerdenkmal. Wofür sich Roderich Kiesewetter einsetzen will.

Aalen-Dewangen. Der Volkstrauertag in Dewangen fand in diesem Jahr wieder in feierlichem Rahmen statt. Ortsvorsteherin Andrea Zeißler begrüßte CDU-Bundestagsabgeordneten Roderich Kiesewetter auf dem Friedhof am Kriegerdenkmal. In seiner Rede gedachte Kiesewetter insbesondere der Opfer des 2. Weltkrieges und ging auf den vor 80 Jahren stattgefundenen deutschen Überfall auf die Sowjetunion sowie auf den Kriegseintritt der USA nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor ein.

Auch in Dewangen waren Auswirkungen des Krieges zu spüren. So gab es drei Kriegsgefangenenlager für knapp 30 Franzosen: in Hammerstadt, Reichenbach und Rodamsdörfle. Dazu kam eine unbekannte Zahl an Zivilarbeitern und Zwangsarbeitern. Ab März 1944 waren zudem 250 Luftkriegsopfer aus den Großstädten des Landes dort untergebracht. Wie viele Dewanger an der Front fielen, kann nicht verlässlich gesagt werden. Einige Namen sind jedoch am Kriegerdenkmal verewigt.

Kiesewetter setzt sich eigener Aussage dafür ein, dass unseren Soldatinnen und Soldaten allgemein mehr Wertschätzung entgegengebracht wird. Nicht nur, wenn sie im Inland bei Katastrophen helfen, sondern auch, wenn sie im Ausland ihr Leben riskieren. „Sie benötigen den Rückhalt in der Gesellschaft, um unsere Sicherheitsinteressen zu verteidigen“, so Kiesewetter. Für die Kirchen sprach Karl-Heinz Eßwein ein Gebet und leitete zum gemeinsamen Vater unser über.

Die Reservistenkameradschaft Dewangen, der Musikverein Dewangen, der Liederkranz Reichenbach, und die Fahnenabordnungen der Freiwilligen Feuerwehr Dewangen und ortsansässiger Vereine unterstrichen die Wichtigkeit dieses Gedenktages durch ihre Teilnahme an der Zeremonie.

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