Eine Notlösung am Rande der Straße nach Dewangen

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Traktoren, Holzstapel und alles was zur Holzbearbeitung dazu gehört - der Betrieb des "Ostalbsägers" zwischen Dewangen und Treppach.
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Warum zwischen Dewangen und Treppach ein Holzhändler ohne Genehmigung arbeiten darf.

Aalen-Dewangen. Gestapelte Baumstämme, Säcke voller Spaltholz, ein Container, Traktoren, schweres Gerät zur Holzverarbeitung. Das alles direkt am Straßenrand zwischen Treppach und Dewangen. Wer vorbei fährt, kann es nicht übersehen. Schon seit Monaten. Ist das überhaupt erlaubt, fragt sich ein Leser? Ja und Nein, so die Antwort.

"Das ist eine Notlösung", sagt Uwe Mangold. Der Dewanger ist Geschäftsführer der Firma "Ostalbsäger", einem Holzverarbeitungsbetrieb. Weil er für diesen bisher keine Gewerbefläche gefunden hat, sei er auf ein privates Grundstück ausgewichen, das jemandem in der Familie gehört. Rund 500 Quadratmeter belegt Mangold dort nun an besagter Straße zwischen Dewangen und Treppach. Gegen Naturschutzvorgaben verstößt Mangold mit der Belegung dieser Fläche nicht, informiert das Landratsamt. Für den "baurechtlich genehmigungspflichtigen Lagerplatz" sei die zuständige Baurechtsbehörde die Stadt Aalen, so Katharina Oswald, persönliche Referentin des Landrates. Man habe deshalb den Fall an diese weitergeleitet.

Dort ist er längst angekommen. "Es existiert eine dickere Akte", sagt Pressesprecher Sascha Kurz. Der Schriftverkehr reiche bereits ein Jahr zurück. Der Mann habe ein Gewerbe angemeldet, der Lagerplatz sei seit Monaten bekannt.

Ungenehmigt, aber geduldet

"Wir haben bisher auf eine Beseitigungsanordnung verzichtet, weil er Flächen für seinen Betrieb sucht", sagt Kurz. Bisher sei man aber noch nicht fündig geworden. Sogar bei der Wirtschaftsförderung sei das Anliegen aufgeschlagen. Deshalb sei der Platz "mehr oder wenig geduldet", so Kurz. Klar sei aber, dass der Betrieb dort nicht auf Dauer bleiben könne. Werbeschilder seien untersagt worden, die Stadt schaue auch immer wieder dort vorbei und suche weiterhin nach einer Lösung.

Mangold sucht, wie er sagt, ebenfalls noch nach einer geeigneten, bezahlbaren Gewerbefläche. Auch an eine landwirtschaftliche Hofstelle habe er gedacht. Befürchte aber, dass ihm dann das Gewerbeamt einen Strich durch die Rechnung mache. Weil er eben keine Landwirtschaft betreibe. Rund 4000 Quadratmeter brauche er, weil er auch eine Halle bauen wolle. Nicht nur, um das Brennholz, das er vom Staat gekauft habe, zu verarbeiten und danach wieder zu verkaufen, so Mangold. Sondern um Holzhackschnitzel herzustellen. Das sei nachhaltig und damit auch im öffentlichen Interesse.

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