Engpässe bei Blutreserven

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In der Wellandhalle startete am Montag eine Blutspende – auf Abstand. Warum nun wieder mehr Blut benötigt wird.

Dewangen

Viele Operationen wurden in den vergangenen Wochen Corona wegen verschoben. Schrittweise wird der Betrieb in den Krankenhäusern in den kommenden Wochen wieder hochgefahren, außerdem werden mehr Operationen durchgeführt. Doch dafür braucht es Blutspenden. Reichen die aktuellen Blutreserven dafür aus?

"Als nur wenige Operationen stattfanden, war es relativ ruhig. Doch nach der Lockerung wurde es ziemlich eng mit den Reserven", erklärt Eberhard Weck, Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des DRK Blutspendediensts.

"Während der Krise war der Blutverbrauch höher als die Spenden", erklärt Weck weiter. Doch Weck geht davon aus, dass sich die Situation bis Mitte Juni beruhigt.

Auch während des Kontaktverbots wurde und wird Blut gespendet. "Wir hatten während der Krise und auch aktuell einen guten Zulauf – wir achten bei Spendeterminen auf die nötigen Vorsichtsmaßnahmen", sagt Claudia Kerstin, Referentin für die Spenderbindung beim DRK Blutspendedienst im Bereich Rems-Murr-Kreis, Schwäbisch Gmünd und Aalen.

Es wurde ziemlich eng mit den Reserven.

Eberhard Weck Pressesprecher Blutspendedienst

Blutspende vor Ort: Am vergangenen Montag startete in der Dewanger Wellandhalle eine Blutspende. Bevor die Spenderinnen und Spender die Halle betreten durften, wurden sie von dem ehrenamtlichen Mitarbeiter Pascal Klemmer auf Fieber getestet. Anschließend bekamen sie einen Mundschutz und mussten die Hände mit Desinfektionsmittel reinigen. Dann fehlte nur noch das Abhaken auf der Spenderliste und die Menschen durften spenden. Normalerweise erhalten die Spender nach dem Prozess einen kleinen Imbiss. Da dies im Moment nicht möglich ist, hat sich das DRK etwas Besonderes überlegt. "Es gibt nun Lunchpakete und eine Schokoladenschachtel als Dank", sagte Referentin Claudia Kerstin.

Weitere Infos rund ums Blutspenden gibt's im Netz unter www.blutspende.de

Blutspenden – das müssen Sie wissen

Bevor man zum Blutspenden die Halle betritt, wird man auf Fieber getestet, man bekommt einen Mundschutz und man muss sich die Hände desinfizieren. Außerdem müssen sich Spender im Netz anmelden.

Termin: Freitag, 5. Juni, in der Jagsttalhalle in Schwabsberg. Von 14.30 bis 19.30 Uhr. Nur mit online Anmeldung.

Wer Kontakt mit Corona-Infizierten hatte, wird nicht zur Spende zugelassen. Personen, die an COVID-19 erkrankt waren, müssen für vier Wochen nach Ausheilung von der Blutspende zurückgestellt werden. zoe

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